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30. November 2023 Vincent in Cronenberger Lokalzeitung …

Am Montag, 27. November 2023 erschien in der Cronenberger Woche folgender Artikel von Meinhard Koke. Wir danken der Zeitung für die Genehmigung, ihn hier im vollen Wortlaut »nachdrucken« zu dürfen!

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Vincent Markert: Im „segelnden Klassenzimmer“ über den Atlantik

Der Cronenberger Schüler Vincent Markert segelt derzeit auf dem besonderen „Schulschiff“ Gulden Leeuw über den Atlantik und wieder zurück.

Der Cronenberger Schüler Vincent Markert segelt derzeit auf dem besonderen „Schulschiff“ Gulden Leeuw über den Atlantik und wieder zurück. | Foto: privat

Schule macht ohnehin Spaß, so aber vielleicht noch etwas mehr…?! Die Kanaren und Kapverden, Costa Rica, Kuba und die Bermudas sowie die Azoren stehen auf dem „Unterrichtsplan“ von Vincent Markert – der Absolvent der Friedrich-Bayer-Realschule (FBR) „sitzt“ aktuell in einem „segelnden Klassenzimmer“: Gemeinsam mit 43 anderen Jugendlichen und sechs LehrerInnen nimmt Vincent Markert am Projekt „Klassenzimmer unter Segeln“ („High Seas High School“) der Hermann-Lietz-Schule Spiekeroog teil.

Auf dem 31. Törn segeln sie mit der „Gulden Leeuw“ seit Anfang Oktober über den Atlantik und bis Mai 2024 wieder zurück nach Bremerhaven. Bei allen Stationen sind stets längere Landaufenthalte und Exkursionen eingeplant – insgesamt rund acht Wochen werden die SchülerInnen von Bord gehen, auch um Land, Leute und Kulturen kennenzulernen. Auf der „Gulden Leeuw“ ist indes keineswegs nur Unterricht in ausgewählten Fächern angesagt. Zum Konzept des „segelnden Klassenzimmers“ gehört auch, dass die SchülerInnen immer wieder das Kommando auf dem historischen Großsegler übernehmen – die Crew hält sich dann vom Kapitän über den Navigator bis zu den Matrosen nur für den Notfall bereit.

Auch ansonsten ist die Fahrt alles andere als eine All-inclusive-Kreuzfahrt: Die Jugendlichen schlafen in drei Kojen übereinander und vier Reihen nebeneinander alle zusammen in einem großen Raum – Privatsphäre gibt’s so gut wie nicht, berichtet Vincent Markert. Auf dem Schiff sind sie überdies voll in die tägliche Bordarbeit integriert: Vom Ausguck halten oder Setzen und Einholen der Segel bis hin zum Küchendienst, abwechselnd wird in drei Wachen à vier Stunden rund um die Uhr der Betrieb aufrecht erhalten.

Segel hoch – Handys aus
Auch ist der „Schultörn“ ein „Offline-Projekt“ – die Handys werden nur zu den Landgängen für etwa eine Stunde ausgegeben, damit die „Segelschüler“ Kontakt mit ihrem Zuhause halten könnenen. Für 16-Jährige sicherlich nicht einfach, zumal es schon von den ersten beiden Wochen eine Menge zu erzählen gab: Nach rauer Fahrt bei bis zu Windstärke 8 und sechs Meter hohen Wellen musste unplanmäßig ein Zwischenstopp auf Madeira eingelegt werden – bestimmt auch, damit sich die Seekranken etwas kurieren konnten… Die nächsten Ziele für Vincent Markert & Co. waren Teneriffa und die Kapverden, aktuell läuft die Atlantik-Überquerung in Richtung Karibik. Auf Grenada soll übrigens Weihnachten verbracht werden, als „Selbst-Geschenk“ werden sie hier den Tauchschein machen können…

Weitere Infos und Reiseblog
Zum Deutschunterricht der „High Seas High School“ gehört übrigens auch das Verfassen von Beiträgen für den Reiseblog. Wer Interesse hat, wie sich der 10.000-Seemeilen-Törn für den 16-jährigen Cronenberger und seine „Co-MatrosInnen“ entwickelt, kann den Blog hier online via lietz-nordsee-internat.de aufrufen.


Link zum Original-Artikel in der Cronenberger Woche