30. Mai 2026 Zwischen Mord an Bord, Geburtstagen und „sinnlosen“ Fragen

Samstagabend, 30.5.2026
Position: 53°47.70'N 008°0,8229'O
Ort: Zurück in Bremerhaven
Seemeilen: 270
Kurs/Ziel: Bremerhaven
Temperatur: 15 Grad · gefühlte Temperatur: 18 Grad
Bewölkung/Niederschlag: Blauer Himmel und bisschen Wölkchen
Stimmung an Bord/in der Gruppe: subba!
 
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Hallo Außenwelt, 
wir haben gestern unseren Anker vor Borkum gelichtet. Anschließend haben wir einige Segel gehisst und uns sogar minimal fortbewegt, auch wenn es seeehr lange gebraucht hat, um den Windpark und die vorher beschriebene Ölbohrinsel endlich weit hinter uns zu lassen. Maxspeed am Nachmittag bei Flaute: 3.6 Knoten (ca. 6 km/h).

Während der Watches haben wir viele Segelbegriffe wiederholt, verwirrt sind wir trotzdem. 

Watchleader Merlijn bringt uns Segeltheorie bei

Watchleader Merlijn bringt uns Segeltheorie bei © Lydia
Beitragsbild oben: Gustav, Linus, Leo, Jakob, Max, Philipp, Justus und Emil beim Grillen © Jonathan


Die Leute, die frei hatten, haben sich mit Seekrankheitsvermeidungsstrategien beschäftigt.
Ein paar Beispiele:
Anjas Strategie: Ich bin nicht nicht Seekrank. Ich bin gesund.
Bennet sagt: Ich bin kein Brot. Ich bin ein Toast.
Am Nachmittag haben die Pädagog*innen, (ab jetzt gilt die Bezeichnung „Gogis“ und nicht mehr „Pädis“, um Verwirrung mit unserem Schüler Paddy zu vermeiden) die Sustainable Development Goals (17 SDGs) mit uns besprochen, zu denen wir in den kommenden Monaten eine Präsentation vorbereiten werden.

Unsere Gogis


 
Am Nachmittag hat Korbi für alle das Mörderspiel erklärt. Für die, die es nicht kennen, und sich Sorgen machen, hier eine kurze Erklärung: Alle Gogis und Schüler*innen ziehen einen Zettel mit dem Namen einer anderen Person, welche sie durch das simple Übergeben von Gegenständen umbringen müssen. Der letzte Überlebende gewinnt. Das Spiel macht großen Spaß, sorgt aber auch für etwas Misstrauen unter den letzten Überlebenden. Spiele wie Werwolf, Uno und Halt mal kurz werden mittlerweile mit deutlich mehr Skepsis gespielt, da jetzt immer die Gefahr eines Mordes besteht. Aktueller Zwischenstand: 27 Tote von den ursprünglich 50 Spieler*innen.

Unser Mörderspiel

Unser Mörderspiel © Jonathan


 
Was es sonst noch Neues gibt:

  • Im Spiel Werwolf wurde mittlerweile die Karte „Hebamme“ in „Gebärmutter Gustav“ umgewandelt, da es zu einer lustigen Verwechslung kam.
  • Bei dem Kartenspiel „Halt mal kurz“ eskalieren wir ein wenig.
  • Wir haben herausgefunden, dass Astrid Lindgren unsere Kindheit geprägt hat.
  • Die Crew und die Gogis sind toll. 
    Heute haben die blue und die orange Watch pünktlich um Mitternacht ein Geburtstagsständchen für Stephan gesungen und selbst die Lotsen müssen es geahnt haben, da sie mittags überraschend vorbeigefahren sind und Eis an Bord gebracht haben. 

    Eisverkauf durch den Lotsen

    Eisverkauf durch den Lotsen © Lydia

  • Die Nightwatches sind fleißig Halsen (Manöver) gesegelt und wurden dafür mit leckeren Toasties belohnt.

Während wir hier gerade den Blog schreiben, berechnen wir parallel die Drehgeschwindigkeit der Erde, wobei Luna mit 1800 km/h gar nicht so falsch liegt. Ganz so einfach ist es laut Miris Handy leider nicht, die von uns gesuchte Antwort ist 1670 km/h, aber die Zahl variiert je nach Breitengrad. (Arrrgh!!). Zusätzlich wird gerade intensiv über die Schweizer Flagge diskutiert, Bennet findet, sie ist vom Deutschen Roten Kreuz geklaut, Greta (Ö.) findet sie quadratisch, praktisch, gut.
 
Nun haben wir die Schleuse gegen 15:00 Uhr passiert und liegen nach einer aufregenden Woche wieder sicher an der Pier in Bremerhaven. Wir genießen den kehligen Lautsprechergesang vom Deutschen Auswandererhaus und die Ufolandebahn-Lichter am Hafenbecken. Für den Abend haben wir geplant, den Probetörn entspannt mit Grillen und einem Besuch am Strand ausklingen zu lassen. Vielen Dank auch an die Crew der Eendracht für die erlebnisreiche Woche und das viele neue Wissen :)

Unser erstes Gruppenbild

Unser erstes Gruppenbild © Vici

Sonnenuntergang vom Oberdeck am Freitag

Sonnenuntergang vom Oberdeck am Freitag © Lydia

 
Morgen heißt es dann erstmal Abschied nehmen, bis zum großen Törn im Oktober – aber der Vorfreude sind nun keine Grenzen mehr gesetzt!!!
 
Autor:innen: Lisa, Luna, Bennet, Lotta, Konsti, Greta Ö., Carla
 
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Grüße:

  • Lisa: Liebe Grüße an meine Familie und Freunde. Die letzten Tage hier waren echt super! Ich freue mich schon, euch alle wiederzusehen und hoffe, dass ihr jetzt schon fleißig den Blog lest :)
  • Anonym: Grüße an Vati: Der Volleyball hat sich richtig gelohnt.
  • Bennet: Liebe Grüße an meine Familie und Freunde, ich hatte eine wunderbare Woche (auch wenn ich zwischendurch etwas seekrank war). Und liebe Grüße auch an alle Leser des Blogs die bisher noch nicht gegrüßt wurden :)
  • Greta Ö.: Hallo an alle, die mich kennen, aber vor allem Grüße an meine „super besorgten“ Eltern, obwohl ich nur fünf Tage weg war. Es geht mir blendend (vom Kotzcount abgesehen) und natürlich freue ich mich auch, euch wiederzusehen. Ich bin mir sicher, dass ihr schon lange auf diesen Gruß gewartet habt (siehe die Reise meines lieben Bruders ;). Da wir uns morgen aber schon wiedersehen, verfasse ich diesen Gruß nur, um euch zufriedenzustellen. Naja, bis morgen und so.