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25. März 2024 Rückblick: Unser letzter Tag auf Bermuda

Datum: 24.3.2024
Position: 39° 35.601'N,  52° 05.324'W
Kurs: 85°, auf die Azoren
Bisher zurückgelegte Seemeilen: 10.997 nm
Wetter: Nacht · 16,1° C · Wind: SO3
Gesetzte Segel: Forestay sail, Mainstay sail, Main sail,
Geschwindigkeit: 5,3 kts
Stimmung an Bord: müde, stressig wegen Schule, aufgeregt wegen einem 24-Stunden-Handover

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Moin ihr Lieben in Europa,
 
wir haben unseren Aufenthalt auf Bermuda genossen und hatten ein volles Programm. Es folgt ein Reise zurück zum Montag, 18. März:

Nach einem leckeren Frühstück am Morgen und einem „Auf Wiedersehen“-sagen zu unserem Engineer Philip (Wir werden dich vermissen!), haben wir uns in Gruppen aufgeteilt und die ersten von uns sind mit dem Tender rüber in die Bucht, wo unser groß angelegter Beach-Clean-Up stattfinden sollte. Natürlich dick eingepackt in Ölzeug, da es einen Swell (Welle) gab, wie seit Mindelo nicht mehr. Die anderen haben noch ganz kurz geputzt und sind dann losgelaufen zur Bushaltestelle, von wo wir mit dem Bus quer über die Insel zum Strand gefahren sind. Dort haben wir uns alle wieder getroffen und eine Einweisung in das Gelände und die Materialien bekommen. Es gab verschiedene Arten von Mülltüten, Greifer, Beutel und Handschuhe.

Nach einem kleinen Gruppenfoto sind wir ausgeschwärmt in das Gelände und haben angefangen, alles an kleinen Plastikteilen, Flaschen, Schuhen, Styropor, Wäscheklammern und Müll generell, den wir finden konnten,  einzusammeln, aufzugreifen und einzutüten. Recht erfolgreich würd ich sagen.

Bis bald Engineer Philip

Bis bald Engineer Philip © Peggy

Gruppenbild vor unseren BeachCleanUp

Gruppenbild vor unseren BeachCleanUp © Traci Burgess

Strand mit Steinen auf Bermuda

Strand mit Steinen auf Bermuda © Lara

Amelie G., Philip, Anne und Vincent mit größerem Müll

Amelie G., Philip, Anne und Vincent mit größerem Müll © Traci Burgess

Nebenbei konnten wir nicht umhin, zu bemerken wie unglaublich blau das Wasser war, wie weiß die Strände und wie störend die Flugzeuge. Als wir dann all den gefundenen Müll gesammelt haben, waren wir doch erstaunt, wie schnell dort so viel zusammengekommen ist, obwohl der Strand eigentlich am Anfang doch sehr, sehr sauber und schön aussah. Irgendwie erschreckend.

Tracy, die nette Frau die uns angeleitet hatte, hat uns freundlicherweise in der Zwischenzeit einen Shuttle zurück zum Tenderspot oder zum Schiff organisiert. Das war total toll, sodass wir alle schnell wieder zurück waren und auf dem Schiff unser Packed-Lunch essen konnten. Reis mit Gemüse und oder Hähnchen (Lecker!).

Dann gab es für alle zwei Stunden Freizeit, in denen noch fleißig im Second-Hand-Laden geshopt worden ist, sich mit Essen für das Atlantic-Crossing versorgt wurde oder einfach ein bisschen in St.George rumgebummelt wurde. Wirklich eine wunderschöne Stadt (UNESCO Weltkulturerbe).

15.3.2024: Führung durch die historische Altstadt von St.George

15.3.2024: Führung durch die historische Altstadt von St.George © Peggy

Parallel dazu wurde mit den Tenderlessons gestartet, und auch dort wurde wieder ordentlich Salzwasser über die Köpfe verteilt, die Wellen waren mal wieder etwas größer. Shoutout an unsere Tender-Teacher, ihr macht wirklich einen tollen Job! Und es ist echt gut auf die Sportbootführerscheinprüfung vorbereitet zu werden.

Um 15:00 Uhr hat dann unsere HappyHour/Deepclean gestartet, mit Fokus darauf wirklich ALLES seatight (seefest) zu machen. Gerade im Dorm, ist das manchmal keine leichte Aufgabe. Dann war freies Lernen, weil momentan wirklich nicht wenige Klausurersatzleistungen, Hausaufgaben und ähnliches anstehen, was uns alle ordentlich auf Trab hält. Aber auch dort waren wir gut dabei. Ein paar von uns sind teilweise über ihren Heften eingeschlafen.

Währenddessen hat die Galley angefangen, uns ein leckeres Abendessen zu kochen, sodass wir dann pünktlich essen konnten, um danach zum Höhepunkt unseres Tages überzugehen: Eine Jam-Session! Organisiert von unserer 1. Offizierin Anousch. Spontan wurde diese Aktion auf unser Schiff verlegt. So hatten wir einige sehr nette und musikalische Menschen an Bord, mit denen wir neben Shantys auch alte Klassiker und noch so einiges mehr gesungen haben. Wir hatten alle sehr viel Spaß und haben erfolgreich die Tatsache verdrängt, dass es schon am nächsten Morgen los gehen sollte, endlich zurück auf See.

Schiffsinventur: Mira, Lotta, Clara und Emma. beim Besteck-Zählen

Schiffsinventur: Mira, Lotta, Clara und Emma. beim Besteck-Zählen. © Peggy

Jamsession an Bord der Gulden Leeuw

Jamsession mit Jonathan, Clara und den SängerInnen © Konsti

Nach der Übergabe von einigen HSHS-Postkarten und Kalendern an unsere Gäste und einem fröhlichen „Auf Wiedersehen“, haben wir uns langsam in unsere Kojen zurückgezogen. Manche haben den Abend noch etwas für die Schule gelernt um die vorerst letzte Nacht ohne starkes Roling zu genießen.
 
Wir haben alle wieder sehr viel erlebt und auch wenn die Tage immer sehr voll und meistens auch sehr anstrengend sind, sind wir glaube ich doch alle sehr froh auf dieser Reise zu sein und sie bis zum Ende durchzuziehen.
 
Bis bald, wir sehen uns in Bremerhaven
Eure Jonna


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Da wir mehr Blogbeiträge als gefordert zur Zeit liefern, verteilen sich die Grüße auf den letzten und diesen Blog:

  • Lara: Liebe Grüße an zuhause <3. Galley macht actually mal richtig Spaß und wir sind jeden Tag mega früh fertig, yuhu! Aber ich freue mich auch endlich wieder auf Watch gehen zu können, vor allem, weil das Wetter im Moment mega gut ist. Ich hab euch ganz doll lieb, genießt die kommenden Ostertage … Lene, ich wünsche dir gaaanz viel Spaß (dieses Jahr leider ohne mich:() in der Ostermesse, ich denke ganz fest an dich! Fühlt euch alle ganz doll umarmt!!
  • Philip: Grüße an Anna, Amelie, Paula, Lea und alle Reinheimer. Freu mich schon euch wieder zu sehen!