26. Januar 2026 Trampen statt Campen

Datum/Uhrzeit: 25.01.2026 18:15 Uhr
Position: 15°03.6407'N  071°49.4091'W
Zurückgelegte Seemeilen: das rechnen wir noch aus
Ziel: San Blas
Wetter: warm, regnerisch
Stimmung an Bord: Vorfreude auf Costa Rica

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Hallo an alle daheim.
Der heutige Blog berichtet vom 15. Januar 2026. Der Tag beginnt eigentlich schon am Vorabend an dem sich die drei mutigsten Besatzungsmitglieder der Eendracht – Linda, Maia und Matthias – dazu entschieden, die Nacht an Deck in den Hängematten zu verbringen. Zum Schutze vor nächtlichem Niederschlag wurde kurzerhand die Abdeckplane des MOBs (Rettungsboot) über den Schlafgemächern befestigt. Die Nacht hindurch funktionierte dieses provisorische Regendach auch einwandfrei, jedoch wurde der grenadinisch-tropische Regen am frühen morgen gegen 6:30 Uhr so stark, dass der Regen von allen Seiten zu kommen schien und ausnahmslos alles durchnässte. Für den Tag stand allerdings eigentlich der Aufbruch zum 2-tägigen Campingausflug an, der aufgrund der bereits beschriebenen Wetterlage kurzerhand vom HSHS-Team auf einen Tag gekürzt und auf den kommenden Tag verlegt wurde. Dadurch entstand nun für alle an Bord ein freier Tag.

Während diese Tatsache die meisten Schüler*innen maßlos überforderte, da das Phänomen eines gänzlich freien Tages seit der Abreise nicht mehr aufgetreten war, entschieden sich die meisten dazu, den Tag an Bord zu verbringen um Schlaf, Tage im Tagebuch oder Unterrichtsstoff nachzuholen.

Vier kühne Buben wollten sich damit allerdings nicht zufrieden geben und entschieden sich, ashore zu gehen. Nach zwei Mathestunden und einem mehr oder weniger ausreichenden Lunch setzten sie ihren Plan nun in die Tat um und Leander, Felix, Julius und Matthias tenderten zum Dinghy-Dock beim Dive-Shop der Aquanauts wo Hauke und Jonah bereits auf sie warteten, um das Tender wieder zurück zum Schiff zu fahren. Die Buben suchten darauf nach einer Gelegenheit, um in die nahegelegene Stadt St. George’s zu trampen und hatten noch während des Verlassens des Aquanaut-Geländes Erfolg, als der Dive-Instructor Ty mit seinem Auto in die gleiche Richtung fuhr. Dieser war auch direkt bereit, die Buben ein Stück mitzunehmen. Das einzige kleine „Problem“ lag in der Beschaffenheit des Autos, das ähnlich wie ein VW Golf aufgebaut war und dadurch auch nur zwei Vorder- und drei Rücksitze hatte. Da drei von diesen insgesamt fünf Sitzen allerdings bereits belegt waren, mussten die vier sich auf die verbleibenden zwei Sitze jeweils zu zweit stapeln, was sich zwar als ungemütlich aber auch als sehr spaßig herausstellte.

Trampen mit Ty

Trampen mit Ty © Julius

An einer Tankstelle, an der Ty abbiegen musste, wurden die Buben rausgeschmissen. Sie entschieden sich nach einer kleinen Trinkpause, den restlichen Weg mit dem Bus zu fahren. Angekommen in St. George’s schlenderten die Buben durch die bunten und malerischen Gassen auf der Spur nach jeglichem Trödel.

Straße von St. George’s

Straße von St. George’s © Matthias

Da sie von externen Quellen die Information über einen Thrift Shop (Secondhand Klamottenladen) erhalten hatten, zogen sie los, diesen zu finden und schafften es tatsächlich nach ca. 100 befragten Einheimischen und ungefähr doppelt so vielen beschriebenen Richtungen diesen zu erreichen. Hinter den Türen eröffnete sich den Vieren allerdings ein Paradies aus gebrauchten Schätzen, das den Buben eine Menge Spaß beim Anprobieren bereitete. Schlussendlich verließen Leander und Julius den Shop jeweils mit einem T-Shirt und Felix und Matthias mit einem Jacket und einer Krawatte mit Segelbooten darauf (Sail-Tie*).

Sailtie

Sailtie © Matthias

Danach suchte die Gruppe erst einmal einen Supermarkt auf, wo jeder sich mit einem Sixer Cola ausstattete und außerdem eine Packung OLÈ Chips als Mitbringsel für den am Schiff gebliebenen Ole gekauft wurde.

Olé-Chips

Olé-Chips © Matthias

Nun traten die Buben den Rückweg an und liefen deshalb die Promenade entlang Richtung Busstation. Auf dem Weg dorthin kamen sie allerdings an einer der vielen bunten Straßenbars vorbei, die das weitverbreitete Carib Lagerbier verkauften. Kurzerhand entschieden sie sich dazu, nach einem Souvenir der Marke zu fragen – im Erwarten einen Flaschenuntersetzer oder ähnliches zu bekommen. Der Barbetreiber hatte jedoch andere Vorstellungen eines richtigen Souvenirs und schenkte ihnen darum ein großes Werbeschild aus Blech. Zusätzlich erzählte er auch von seinem Musik-Label „92 Crew“, das er gemeinsam mit seinem Producer betreibt.

Selfie mit 92 Crew

Selfie mit 92 Crew © Matthias

Nach einem Abschieds-Selfie, das auch dazu diente, dem HSHS-Team nachzuweisen, dass das Schild nicht geklaut worden war, fuhren die vier nun zurück zum Dinghy-Dock der Marina von True Blue Bay wo die Eendracht noch immer vor Anker lag. Dort fiel ihnen auf, dass sie sich nicht um ein Tender gekümmert hatten, dass sie von dort abholen und wieder zurück zum schwimmenden Zuhause bringen sollte. Ratlosigkeit oder Verzweiflung waren aber dennoch keine Option und sie versuchten darum im Restaurant der Marina ein Handy auszuleihen um das HSHS-Projekthandy anzurufen. Allerdings wollten weder die dort anwesenden Gäste, noch die Angestellten die Kosten für den Anruf einer deutschen Handynummer tragen. Ein freundlicher älterer Herr bot den Buben jedoch sein VHF Funkgerät an, mit welchem sie tatsächlich auf dem bekannten Kanal ein Tender anfordern konnten. Als sie also nun wartend auf dem Steg standen, meldete sich der Regen jedoch wieder zurück. Aber dieses Mal waren sie vorbereitet, da das Carib-Werbeschild aufgrund seiner Größe perfekt als Regendach umfunktioniert werden konnte.

Das sagenumwobene Carib-Schild

Das sagenumwobene Carib-Schild © Matthias

Als dann das Tender kam, bemerkten die Fahrerinnen Mia Di und Lenya allerdings erst als sie anlegen wollten, dass sie außer ihren eigenen keine zusätzlichen Rettungswesten mitgenommen hatten. Nach weiteren 20 Minuten und einem verpassten Abendessen kam das Tender erneut angefahren und nahm die Buben dieses Mal sogar mit.

Auf der Überfahrt blies sich die Rettungsweste von Matthias zu allem Überfluss noch auf, da sie auf dem Hinweg zu nass wurde. Am Abend ließen die vier Abenteurer den Tag gemeinsam mit den anderen Schüler*innen bei einem Spiderrman-Filmabend ausklingen. Und so endete einer der spontansten aber auch besten Tage auf der Reise bisher.

Matthias

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*Wortwitz, da ein Sailtie an Bord ein Seil ist das zum Zusammenhalten eines Segels genutzt wird.

Nicht verpassen:
Seit kurzem ist Lena – unsere neue Ärztin – an Bord. Wie stellen sie auf unserer Crewseite vor. 

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Grüße:

  • Finja: Liebe Grüße an Mama und Papa :) Ich glaube, das sind die ersten Grüße, in der nicht mehr mein junges Ich grüßt haha! Hab euch lieb und fühlt euch gedrückt! Freue mich auf alles, was kommt. Grüße auch an meine wilden Hühner! Wenn ich wieder da bin wird eine fette Party geschmissen :) Lyssa, Lisi und Mareike, ich sende eine digitale Umarmung <3
  • Hannah: Liebe Grüße an meine lieben Eltern, hab euch lieb! Liebe Grüße an Mariko und Leo, ich hoffe bei euch ist alles super, hab euch lieb!
  • Paul: Ganz liebe Grüße an meine Familie, Oma und Opa und an meine Klasse!
  • Linda: Ganz liebe Grüße an alle Daheim! Vor allem auch an die Familie Fischer - der Lilly geht’s sehr gut!
  • Lenja: Hey Mira, wir haben letztens endlich mal wieder Delfine gesehen und da musste ich irgendwie an dich denken <3. Und ich glaube, ihr habt’s schon mitbekommen aber ich werde hier jetzt immer Lenni genannt deswegen steht das auch im Blog immer so (ich hoffe das ist okey für dich Smilla
  • Greta: Lennhart, Alles Gute nachträglich zum 18!!! Hoffe du hattest einen schönen Tag, wir feiern einfach richtig nach, wenn wir wieder da sind! Alles gute auch an meine kleine Cousine Finja und liebe Grüße an die ganze Familie.  
  • Lisbeth: Ganz liebe Grüße an alle zuhause! Morgen eine Physikklausur und viel Aufregung und Stress wegen des anstehenden Handover und der großen Expi in Costa Rica. Liebe Grüße an meine 3, ich hoffe es ist schön in Marokko! Hab euch lieb!
  • Mia Di: Liebe Grüße an Sophie, ich hab dich lieb!
  • Bene: Alles Gute nachträglich zum Geburtstag Opa, hab dich lieb. Alles gute nachträglich Krystian zum 18, vermisse dich Bruder, hoffe du hast schön gefeiert! Ganz liebe Grüße auch an meine restliche Familie und vor allem an Mama, Papa und Julius habe euch lieb!
  • Maia: Die Bienen fliegen. Liebe Grüße an Ida, Finja den Ninja und Remo :) Hab euch lieb und freue mich bald mit euch zu telefonieren!
  • Jonah: Liebe Grüße an Opi, ich hoffe es geht dir gut. Außerdem liebe grüße an K.Krüger, danke nochmal für das Empfehlungsschreiben, Mattis und Luken hab euch lieb :)
  • Letitia: Hola ihr Lieben, ich hoffe euch geht es gut. Das Wetter hier ist richtig schön aber manchmal reißt eine vorbeiziehende Wolkendecke auf und es fängt an zu Schütten. Ich konnte schon zwei richtig schöne Regenbögen sehen und der Sternenhimmel ist der Hammer! Liebe Michele, liebe Delinda, liebe Leonora, liebe Franzi ich vermisse euch trotzdem sehr!!! Ich hoffe ihr seid nicht eingeschneit und genießt das geile Essen zuhause - snackt was in der Mittagspause für mich mit :)