2. Februar 2026 Oh wie schön ist Panama
Datum: 02.01.2026
Position: Panama, Portobelo 09° 33.4˚N 079° 40.0˚W
Ziel: Hostel in David von dem aus wir nach Costa Rica aufbrechen
Wetter: Himmel bedeckt, leicht regnerisch
Stimmung an Bord: Alle im „Packfieber“ weil wir dieses Wochende das ganze Schiff für einen Monat räumen müssen
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Palmen, Sandstrand, türkises Wasser - oh wie schön ist Panama!
Hola aus Panama,
bevor wir durchs karibische Meer zum Festland Panamas gesegelt sind, wo wir jetzt in der tiefgrünen Bucht rund um Portobelo vor Anker liegen, haben wir noch einen kurzen Stopp auf den San Blas Inseln eingelegt.
Die Bucht von Portobelo, in der auch die »Thalassa« liegt © Lilly K.
Die San Blas Inseln (traditionell eigentlich Guna Yala Inseln) gehören zum Land Panama und bestehen aus hunderten kleinen bis fast schon winzigen Inseln. Die Einheimischen, die sich ebenfalls Gunayala nennen, wohnen in Communitys und leben hauptsächlich vom Fisch- und Hummerfang und dem Anbau von Kokosnüssen, die auf den Inseln sogar als Währung genutzt werden (Eine Kokosnuss entspricht ca. 80 cent). Zudem stellen viele Gunayala bunte Andenken oder traditionellen Schmuck her, die sie an die wenigen Touristen verkaufen, die die Inseln besuchen. Leider sind die San Blas Inseln extrem stark vom steigenden Meeresspiegel bedroht. Die Sandbänke, auf denen die Häuser der Familien stehen, scheinen schon jetzt nur ganz knapp aus dem Wasser zu ragen und in wenigen Jahren werden die Inseln traurigerweise ganz unter der Wasseroberfläche verschwunden sein. Umso besonderer war es jedoch auch für uns eine Zeit dort verbracht zu haben und in diesem Blog möchte ich euch von einer der Inseln berichten, auf der wir die Nacht von Donnerstag auf Freitag übernachten durften.
Als wir auf San Blas ankamen hatten wir das Gefühl durch eine Postkarte durchzusegeln. Das Wasser unter unserem Kiel war türkis, der Himmel strahlend blau und überall um uns herum erhoben sich Inseln mit langen weißen Sandstränden aus dem Meer auf denen Palmen wuchsen. Und mitten in einem der türkisen Riffe, die die Inseln wie eine Art überirdischer Ring umgaben, lag Akuadargana, eine für uns besonders besondere Insel.
Acuadargana von oben © Oscar
Acuadargana ist etwa so groß wie drei Fußballfelder, ziemlich schmal und liegt im Süden der Sant Blas Inseln. Obwohl Akuadargana hauptsächlich aus feinem weißen Sand und Kokospalmen besteht, leben dennoch einen Teil des Jahres zwei Familien dort, die sich Holzhütten in den überschaubaren Jungle der Insel gebaut haben.
Gegen Nachmittag tenderten wir in Grüppchen, ausgerüstet mit Hängematten, Moskitospray (welches wir überraschenderweise nicht brauchten), Schnorchel- und Badesachen und einem riesigen Topf voller Stockbrotteig zur Insel, wobei wir schon nach wenigen Metern wieder anhalten mussten. Die Tender waren auf das riesige flache Riff gestoßen, welches die Acuadargana umgibt und Grund für die schönen Farbkontraste im Wasser ist. Plötzlich war der felsige Boden nur noch wenige Zentimeter vom Boden des Schlauchbootes entfernt. Also sprangen wir in Bikini und Badehose ins Wasser, um unsere Tender zu retten und sie sicher an Land zu ziehen.
Das Tendern dauerte so lange, dass, als alle 43 Pädagog*innen und Schüler*innen, sowie Lena unsere Bordärztin, mehr oder weniger trocken auf der richtigen Insel angekommen waren (ein paar Leute waren von den Tendern fälschlicherweise auf der direkt angrenzenden Nachbarinsel abgeliefert worden, konnten dafür aber im dortigen Riff beim Schnorcheln einen Riffhai entdecken) schon die Sonne unterging.
Gio, einer der Besitzer der Insel, begrüßte uns freundlich und erzählte uns etwas über sich und die Insel. Acuadargana mit seinem dichten Palmenwald wird als Kokospalmen Plantage genutzt, wodurch wir praktischerweise unsere Hängematten einfach zwischen den Palmen aufhängen konnten
Der- Versuch, trocken von der Nachbarinsel rüberzukommen © Lilly K.
Abhängen in Hängematten © Lilly K.
Hängematte unter Palmen © Letitia
Mit Gio, seiner Frau Isla, Catrina und den anderen Mitgliedern von Gios Familie dekorierten wir die Palmen mit bunten Lichterketten und sammelten trockene Palmwedel und Kokosnussschalen auf der Insel, die Gio und Isla kunstvoll über der Feuerstelle anschichteten. Sobald es dunkel wurde, wobei der Mond immer noch ziemlich hell schien, brachte Gio eine der Kokosnüsse zum Glühen und entfachte das Lagerfeuer unter sprühendem Funkenregen und lautem Raunen.
Danach versammelten wir uns um die „blue alpha watch“, die für Laras Geburtstag eine ziemlich beeindruckende Choreo zu Dancing Queen von Abba einstudiert hatte und sangen unseren ewigen Geburtstags-Banger „Heute kann es regnen“.
Im Anschluss gingen wir auf die Suche nach geeigneten Stöcken, um den Stockbrotteig darum wickeln zu können und setzten uns in einen Halbkreis um das knisternde Feuer herum und hielten unsere Stöcke in die Glut. Dabei lauschten wir Gio, der uns mehr über die Gunayala erzählte und als Hanna ihn danach fragte, sogar ein paar der wichtigsten Weisheiten seines Volks an uns weitergab. Nachdem wir den Abend am Strand ausklingen ließen, kuschelten wir und in unsere Hängematten und lauschten dem Meeresrauschen und den Geräuschen der Insel bis wir eingeschlafen waren.
Am nächsten Morgen wurden einige, die am Strand geschlafen hatten, weniger freundlich geweckt als andere, die im Wald übernachtet hatten. Das Wasser war dank der Flut ein gutes Stück vorgedrungen und bedeckte, anders als am Vorabend, einen Großteil des Strandes so, dass auf einmal vereinzelte Rucksäcke und Hängematten im Wasser lagen. Während die einen also noch ihre Crocs und T-Shirts aus dem Wasser zu retten versuchten, zogen andere schon das Tender an Land, das mit Frühstück gekommen war.
Nach dem Frühstück konnten wir unsere Zeit auf der Insel so verbringen, wie wir wollten. Die meisten gingen im Riff Schnorcheln und ließen sich von den vielen bunten Fischen verzaubern, die über das Seegras und zwischen den Korallen und Höhlen des Riffs hindurch schnellten. Zudem lebt an der steilen Kante, an der das Riff auf einmal aufhört, ein gigantischer Rochen, den wir in der Tiefe erblicken konnten. Leider gibt es davon kein Bild. Unser Highlight waren jedoch wie so oft die Delfine. Als einige von uns gerade draußen in der Bucht am Riff entlang schwammen, tauchte auf einmal eine Delfinschule neben den Schnorchlern auf. Die Delfine, die aus dem offenen Meer gekommen waren, um nach den bunten Rifffischen zu haschen, waren nur wenige Meter entfernt von uns unablässig aus dem Wasser gesprungen und haben uns somit ein weiteres unvergessliches Delfin-Erlebnis geschenkt.
Mit vielen tropischen Fotos auf unseren Kameras, von denen ihr einige in diesem Blog findet und dem Kopf voller schöner Momente, die wir auf dem paradiesischen Akuagardana erlebt hatten, verließen wir schließlich „Coco Island“. Ein letztes mal genossen wir den einmaligen Blick auf Akuagardana und nahmen dann Kurs auf Portobelo und somit auf unseren großen Landaufenthalt in Costa Rica.
Abendstimmung am Strand von Acuadargana © Laurens
Geschichten am Lagerfeuer © Lilly K.
Alles Liebe aus Portobelo,
Letitia
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Grüße:
- Letitia: Liebe Franka, in 10 Tagen hast du schon, beziehungsweise endlich Geburtstag und ich möchte in diesem letzten Blog vor Costa Rica festhalten, dass ich an deinem Geburtstag ganz fest an dich denke und in dich in Longomai feiern werde. Ich wünsche dir alles erdenkliche Glück dieser Welt und ich will dich außerdem an die ganze Stärke und den Mut erinnern, die schon immer ein Teil von dir waren und mich oft aufgefangen haben. Liebe Grüße an alle, die ich in Costa Rica vermissen werde. Liebe Familie ich denke an euch und daran, dass ihr nur für 4 decken müsst und schicke euch ganz viel Liebe.
- Laurids: Liebe Grüße nach Hause. Alles alles Gute an Mama zum Geburtstag, genieße deinen Tag und lass dich ordentlich feiern. Ich wünsche dir ein tolles nächstes Jahr und freue mich dich wiederzusehen in drei Monaten. An deinen Geburtstag sind wir in Portobelo angekommen, hier ist es sehr schön und grün sofern wir das feststellen können weil wir im Moment nur mit Packen und saubermachen beschäftigt sind.
- Bene: Ganz liebe Grüße nach Hause. Wir sind heute in Portobelo angekommen und packen unsere Sachen für den Monat an Land in Costa Rica/Panama. Ich freue mich euch alle wiederzusehen, genieße jetzt aber die Zeit auf dieser Reise.
- Leander: Etwas verspätet aber alles Gute zum Geburtstag Marco!! Bei uns ist es mega schön und ich freue mich voll auf Costa Rica aber wünsch euch auch voll viel Spaß in Marrakesch.
- Felix: Liebe Grüße an alle daheim gebliebenen, ganz besonders Mami, Papa und natürlich auch die Anderen! Hoffe ihr habt eine schöne Zeit und hattet ganz viel Spaß auf der Piste. Packen war sehr stressig, aber jetzt freue ich mich sehr auf Panama. Alles Gute an Laurids‘ Mutter!
- Jonah: Liebe Grüße an Kian, alle Rüters und natürlich Opi. Außerdem liebste grüße an Frau Bettinger und Herrn Sonnenborn. Immerhin hab’ ich meinen MP3 Player repariert (Akku war alle) und bin Bosun geworden :). Nicht zu vergessen natürlich herzlichen Glückwunsch an Laurids‘ Mutter.
- August: Alles Gute nachträglich an Alex und Jakob! Sorry für die Verspätung, aber die letzten Tage waren ganz schön stressig. Aber ich denk an Euch und ich hoffe Ihr hattet einen tollen Tag in der Bowling Halle. Hab euch lieb! Und ganz liebe Grüsse an Laurids‘ Mutter!
- Hannah: Liebe Grüße an Mama und Papa. Hab euch lieb! Mir gehts super, hier ist es wunderschön. Liebe Grüße an meine Omas, hab euch sehr lieb. Liebe Grüße an meine Freundinnen. In letzter Zeit denk ich in verschiedensten Situationen an euch, vor allem an dich, Leo. Ich freue mich schon sehr aufs telefonieren, um euch allen alles zu erzählen.
- Mia Di: Liebe Grüße an Mama, Papa, Anna und Tom! Ich hab euch lieb! Und denkt dran, wenn ihr nichts hört, ist alles super! Außerdem liebe Grüße an meine Meravellas: Nele, Christina, Lisanne, Johanna, Madita, die Lena Allianz, Emilia, Zoe, Greta, Elena, Nina & Malin. Ich freu mich schon sooo wieder mit euch zu tanzen!
- Lenja: Hallo Mama, ich hab’s übrigens geschafft, alle meine Sachen in die Fielmann Tasche zu stecken und das was ich mitnehme, hat auch alles in meinen Wanderrucksack gepasst aber er ist relativ schwer.
- Lea: Ganz liebe Grüße an Mama, Papa und Torben. Mein Rucksack für Costa Rica ist mal wieder viel zu schwer. Und Papa, ich brauche mal wieder mehr Bücher (am besten die weiteren Bücher von den Trilogien, die ich schon habe und „A little life“, hab ich schon gelesen, würde ich aber nochmal lesen wollen) Ganz liebe Grüße auch an alle Freund*innen ich vermisse euch ganz doll <3 Und Vici: vielen Dank für den Schlafsack!
- Carita: viele Grüße an an Amy und Tessa ;) ich freu mich schon auf unser nächstes Gespräch. Und auch viele Grüße an meine Familie besonders an Omi, Opa Peter und Opa Claus.
- Finja: Ganz liebe Grüße nach Hause! Habt alle schöne Geburtstage! Bei uns geht jetzt Panama/Costa Rica Abenteuer los ... Packprobleme waren am Start hahah