22. Dezember 2025 Mit der Polizei in die Berge

Datum: 21. 12. 2025
Position: 12°23,6021N  051°52,1037W
Ziel: Martinique
Wetter: sonnig und warm
Stimmung an Bord: weihnachtlich

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Mit der Polizei in die Berge

Schon länger als eine Woche ist es nun her, dass ein großes Segelschiff voller abenteuerlustiger Jugendlicher vor den Toren Mindelos - auf den Kap Verden - ankerte. Mit kleinen Booten, welche sie auch als Tender bezeichneten, gelangten sie täglich zu der Insel. Insgesamt verbrachten sie dort sieben spannende Tage und lernten die Insel mit ihren Menschen, ihrer Landschaft und ihrer Kultur kennen. Doch für sie sollten der Besuch einer Schule und die Müllsuche am Strand nicht die spannendsten Ereignisse ihres Aufenthalts sein.

An einem der Tage brachen die Jugendlichen früh auf, packten viel Proviant ein und bereisten mit der Fähre eine andere Insel, welche etwa eine Stunde von Mindelo entfernt war, wo sie nun ihr Schiff vor Anker zurückließen. Angekommen auf der Insel Santo Antão teilte sich ihre Gruppe schon bald. Nun waren acht der Jugendlichen zusammen mit ihrem Anhängsel Hannes ganz auf sich alleine gestellt und von den Abenteuern dieser Gruppe möchte ich euch nun berichten.

Der Proviant war schon auf der Fähre großteils verdrückt; nur noch ein paar Nudeln, etwas Wasser, zwei Liter Milch, Müsli und etwas Tomatensoße blieben ihnen. Auch finanziell waren ihre Mittel stark begrenzt. Doch ihre Aufgabe war klar: Sie sollten mit den Menschen in Kontakt kommen, etwas über ihr Leben auf den Kap Verden lernen und sich mit ihren begrenzten Mitteln einen Schlafplatz, Abendessen, Frühstück, Mittagessen und ganz viele tolle Erfahrungen beschaffen.

Zu Beginn ihrer Reise irrten die Jugendlichen durch Porto Novo, dem Ort, in dem die Fähre angelegt hatte, und versuchten sich ohne Geld eine Transportmöglichkeit oder einen Schlafplatz zu organisieren. Dies stellte sich schnell als eine sehr schwere Herausforderung heraus, denn ohne Geld war Taxifahren schwierig. Nach etwa einer einstündigen Suche kam einer der Jugendlichen auf die Idee, die Polizei um Hilfe zu bitten. Wie sich schnell herausstellte, schien die Beschreibung als „Freund und Helfer“ nicht nur auf die deutsche Polizei zuzutreffen. Die Polizisten waren direkt willig, den Jugendlichen zu helfen, doch noch hatten sie keinen Feierabend. So mussten die Jugendlichen warten, bis die Polizei später Zeit für sie hatte. Ihre Wartezeit verbrachten die Jugendlichen bei der Schwiegermutter eines der Polizisten. Auf Nachfrage war sie bereit, ihnen ihr Haus zu zeigen und etwas über ihr Leben auf den Kap Verden zu erzählen.

Ein Treppenhaus in Porto Novo

Ein Treppenhaus in Porto Novo © Inka

Ein Wohnzimmer auf Santo Antão

Das Wohnzimmer © Inka

Die Jugendlichen waren überrascht. So hatten sie sich ein Haus dort nicht vorgestellt. Das ganze Haus war nicht groß – anders als zu Hause. Es hatte eine große Küche, ein Fernsehzimmer mit großem schwarzen Sofa und einen hellen Flur mit Kommode. Ein solcher Raum in der Mitte des Hauses, welcher nach oben hin unter freiem Himmel war, mit einem Vogelkäfig mit Kanarienvögeln und Metallstangen, die im Flur aus der Decke ragten, war ihnen von zu Hause nicht bekannt. Nach ihrem kleinen Abstecher in die Lebenskultur auf den Kap Verden, wurden die Jugendlichen und Hannes dann endlich von der Polizei abgeholt.

Einer der Polizisten erklärte, dass ein anderer Kollege eine Hütte in den Bergen hätte, neben der die Jugendlichen übernachten könnten. Das klang nach einer guten Idee, beschlossen die Jugendlichen gemeinsam. Doch wie sollten sie nur dort hin gelangen? Auch auf diese Frage hatten die Polizisten eine Antwort. So saßen alle schon kurz danach in den Autos der Polizisten und fuhren in die Berge zu der Hütte. Auf dem Weg passierten sie beeindruckende Landschaften. Angekommen schlugen sie die Zelte auf, kochten die Nudeln und machten ein Lagerfeuer. Dann wurden sie auch schon von ihrem Schlafsack erwartet.

Zelte aufbauen bei der Expi

Zelte aufbauen bei der Expi © Inka

Sonnenuntergang hinter den Bergen von Santo Antão

Sonnenuntergang hinter den Bergen von Santo Antão © Inka

Am nächsten Morgen wachten sie von der Sonne auf, frühstückten etwas Müsli und planten ihren weiteren Tag. Einzig die Zusammenkunft mit den anderen Expi-Gruppen war um 16 Uhr an der Fähre geplant. Zu einer schönen Wanderung entschlossen die Jugendlichen sich gemeinsam. Nach anfänglicher Verwirrung war der Wanderweg gefunden und die Gruppe wanderte gemeinsam den Berg herunter. Beeindruckend war die Landschaft, welche sich entlang des Weges stetig veränderte. Zu Beginn führte der Weg durch eine Art Wald, der den Wäldern zu Hause ähnelte. Dann führte er durch die Wolken hindurch die Berge hinab, die zuerst eher weniger und später nahezu tropisch bewachsen waren und viele Plantagen beinhaltete.

Um sich von der anstrengenden Wanderung zu erholen, kühlten sich die Jugendlichen bei einem Duschgang unter einem Wasserfall ab. Von dem zuvor gespartem Geld ermöglichten sich die Jugendlichen ein schmackhaftes Mittagessen zur Belohnung und ein Pick-Up-Taxi zurück nach Porto Novo zur Fähre. Man mag es kaum glauben, doch selbst diese Taxifahrt war für sich allein schon ein Abenteuer. Sie führte durch einzigartige Natur mit tropischen Pflanzen, am Meer entlang und durch vulkanische Wüsten. So erreichten die Jugendlichen den Hafen wieder und trafen dort auf die anderen.

Fahrt mit dem Taxi über Santo Antão

Fahrt mit dem Taxi über Santo Antão © Inka

Gemeinsam machten sich alle mit der Fähre auf den Weg nach Hause. Dort erzählten sie einander den ganzen Abend von ihren unterschiedlichen Abenteuern. Erst spät fielen sie, erschöpft von den vielen neuen und spannenden Erfahrungen, in ihr Bett. Sie schliefen ganz schnell ein und träumten von den tollen Abenteuern, die sie auf dieser gemeinsamen Reise noch erwarten werden.

Und wenn sie nicht gestorben sind, dann segeln sie noch heute.

Inka

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Grüße:

  • Mateo: Alles Liebe nachträglich zum Geburtstag Ulrike
  • Mia Di: Liebe Grüße an Paula, wir hatten in Bio diesen Zellkram mit GOLGIIII und Co. Mit dir hat’s mehr Spaß gemacht!!
  • Leander: Ganz liebe Grüße an Oma nach Hamburg!
  • Mia De: Weihnachtliche Grüße nach daheim! Ich hoffe deine Prüfung lief gut, Sophie. Ich hab euch alle sehr lieb, macht euch eine ganz gemütliche Zeit und schnabuliert ganz viel Plätzchen für mich mit <3
  • Letitia: Liebe Grüße an Leonora. Beim Ball haben wir wieder Cha Cha Cha und Salsa getanzt und ich musste daran denken, wie wir auf dem Corso getanzt haben. Alles Liebe an die Familie. Es fühlt sich komisch an, nicht im Stress der letzen Vorbereitungen zu stecken, wie sonst immer mit dem Baum und den Geschenken. Ich vermisse euch.
  • Lisbeth: Einen fröhlichen 4. Advent an alle! Ich habe häkeln gelernt, Anki! Es macht voll Spaß! Hier werden Plätzchen gebacken, ganz anders als Zuhause. Als hätte man 37 Geschwister! Vermisse euch alle ganz doll, besonders jetzt in der Weihnachtszeit! Hab euch alle lieb!
  • Laurids: Alles Gute nachträglich zum Geburtstag Liebe Sandra. Ich wünsche dir ein schönes neues Lebensjahr und frohe Festtage.
  • Muri: Gaaanz liebe Grüße an alle meine Lieben! Mama, Papa, Imi, Titus, Agnes, Maite, Clara, die Großeltern (beide haha), ich denke an euch und hoffe, ihr hattet einen schönen Advent mit mehr Plätzchen als 1 per Person :) Ich bin hier voll dabei, mit Fred (Watch leader) Schach zu lernen, hab fleißig mein Wichtelgeschenk gehäkelt und richtig viele Sternschnuppen gesehen. Ganz liebe Grüße auch an Maya Zogg, falls du das hier liest :)
  • Finja: Nach langer Zeit auch mal wieder ein Lebenszeichen von mir! Irgendwie war immer so viel los hier. Ich wünsche allen einen schönen 4. Advent und schöne weihnachtliche Ferientage. Bald gibt es mehr News von mir :) Achsoooo, Lisa, Alyssa, kleiner Nachtrag: Es ist nicht Donnerstag, ihr wisst das, oder?
  • Julia: Liebe Grüße an alle zuhause. Mir gehts super ich hoffe euch allen auch. Eine wunderschöne Weihnachtszeit, genießt die unbegrenzte Anzahl an Plätzchen. An Zo,e ich hoffe du bist wieder ganz gesund und dir Lotta, ganz viel Glück in der Schule du schaffst das. Hab euch alle ganz doll lieb und feiert ein wunderschönes Weihnachtsfest auch ohne mich. Fühlt euch ganz fest gedrückt :).
  • Laurens: Liebe Grüße an alle Freunde und die Familie, ich wünsche euch einen wunderschönen vierten Advent und eine fantastische Weihnachtszeit! :)
  • Bene: Ganz liebe Grüße an Mama, Papa und Julius, habe euch lieb. Mitte vom Atlantik ist nicht sehr spannend, aber die Stimmung ist gut.