27. April 2026 Homecoming
Position: Horta, Azoren
Wetter: Regnerisch, teilweise aber auch sonnig
Stimmung: Party, Königstag!!!
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Hallöchen an alle!
Ich hoffe, es geht euch gut und ihr vermisst uns nicht zu sehr. Doch jetzt ist es nicht mehr allzu lang – schließlich haben wir ja bereits den Heimweg angetreten. Und genau davon soll, wie der Titel bereits verrät, mein Blog heute handeln. Dass wir uns nun schon auf der letzten Etappe befinden, löst hier an Bord gemischte Gefühle aus. Denn einerseits freuen wir uns alle auf zu Hause, aber andererseits neigt sich auch unsere Reise – und damit unsere Zeit miteinander auf der Eendracht – dem Ende zu. Häufig hört man Sätze wie „Nur noch ... Tage, dann ...“, „Ich freue mich schon so, wenn ich endlich wieder ...“ oder „Einfach nur noch ... Landstays und dann ...“ und so weiter und so fort. Genau deshalb blicken wir in diesem Blog unter anderem auf einige unserer Highlights zurück und auf das, worauf wir uns zu Hause am meisten freuen.
Es fühlt sich an, als wäre es gestern gewesen, dass wir in Bremerhaven alle das Schiff betreten und unsere Cabins bezogen haben – und wenige Tage später unsere Liebsten ein letztes Mal in den Arm genommen und beim Ablegen auf Wiedersehen gewunken haben.
Unser Abschied in Bremerhaven © Vici
Ich weiß noch, wie sich die darauffolgenden Tage angefühlt haben: Alle waren ein wenig fertig, und es war überfordernd. Es gab gleich in den ersten Tagen so viel zu lernen und zu merken – und noch dazu einen völlig neuen Alltag. All das bei Seegang und schlechtem Wetter und mit Menschen, die man noch kaum kennt. Doch nach nicht allzu langer Zeit hatte man sich eingelebt, eine Routine gefunden, und die Eendracht wurde immer mehr zu unser aller Zuhause. Das hat man an Sätzen wie „Gehen wir nach Hause?“, die bereits auf Teneriffa fielen, gemerkt. Auch wenn sich diese erste Etappe eher gezogen hat, finde ich, ging die Reise ab da immer schneller rum. Ich glaube, ich bin nicht die Einzige, die es kaum glauben kann, dass wir jetzt schon ein halbes Jahr unterwegs sind und in weniger als einem Monat wieder zurück zu Hause sein werden. Schon bald werden wir wieder unseren gewohnten Alltag leben und auf diese Reise zurückblicken.
Doch erstmal sind wir ja noch mitten in der Reise – darum jetzt einige unserer Highlights: Was allen besonders gut gefallen hat, waren unsere einwöchigen Expis in Costa Rica und Panama. Bei den vielen Swim Calls haben wir auch alle viel Spaß gehabt, besonders bei den nächtlichen (zum Beispiel auf Martinique an Silvester und am letzten Abend auf Jamaica).
Ein weiteres oft genanntes Highlight war die Übernachtung auf der karibischen Insel San Blas und das Schnorcheln dort sowie der Tauchkurs auf Grenada.
Swim Call auf Martinique © Laurens
Strandtag auf Saint Blas © Becci
Beitragsbild oben: Azoren © Emma (31.HSHS)
Neben all diesen tollen Dingen, die wir erleben durften, wurde von den Leuten, die ich gefragt habe, auffällig oft eine Sache genannt: die Gemeinschaft. Dass man immer von Leuten umgeben ist, sich nie alleine fühlt und dass man hier so viele wunderbare Menschen kennenlernen durfte. Hoffen wir, dass dies so bleibt und noch viele weitere schöne Erinnerungen dazukommen.
Wenn die Reise jedoch im Mai endet und wir nach Hause zurückkehren, freuen sich viele hier an Bord neben ihrer Familie und ihren Freunden auch auf andere besondere Dinge. Dies sind vor allem solche, von denen man erst merkt, wie wichtig sie einem sind, wenn man vorübergehend darauf verzichtet – nämlich Freiheiten wie Bewegung, speziell Spaziergänge, einfach in den nächsten Supermarkt gehen zu können und immer das kochen und backen zu können, worauf man gerade Lust hat. All dies ist an Bord, wie ihr euch vielleicht denken könnt, zumindest auf See nur begrenzt oder gar nicht möglich.
Jedoch sind als Antwort auf meine Frage, worauf man sich zu Hause am meisten freut, auch spezifischere Wünsche gefallen wie „meine Yogamatte“, „Omas Apfeltaschen“, „mein Hund“, „Papas Tiramisu“, „Laugengebäck“ oder „Ferien“. Was den Alltag hier an Bord zwar in manchen Situationen lustiger, meist aber anstrengender macht, ist unser geliebter Seegang – weshalb wir uns auch wieder auf ein Leben ohne Specklappen freuen.
Dann habe ich mir selbst und anderen noch die Frage gestellt, was sich während der Reise an uns oder für uns verändert hat und was wir denn eigentlich alles so gelernt haben. Darauf habe ich verschiedene Antworten bekommen, wie: wie wichtig es ist, sich auch mal Zeit für sich selbst zu nehmen, Grenzen setzen zu können und flexibler, spontaner und optimistischer zu sein.
Dies – und natürlich vieles mehr – nehmen wir von dieser Reise mit. Ich hoffe, es ist mir gelungen, euch mit diesem Blog einen besseren Einblick zu verschaffen und dass ihr gesund und munter bleibt.
Maia
