18. März 2026 Nett hier! Aber waren Sie schon mal auf Expi?

Position: Finca la Lima, Cuba
Zurückgelegte Seemeilen: 8858.9
Ziel: Trinidad erleben
Wetter: warm
Stimmung: Immer noch erschöpft von der Party am Samstag

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Lasst mich euch mitnehmen auf die Reise der Expigruppe »Nett hier!« mit Lenni, Luca, Leo, Lena, Alena, Paul, Pauli, Tijn und Finja durch den kleinen Staat Costa Rica in der Karibik. Für sechs Tage kamen wir über die Hauptstadt an einen abgelegenen Ort an der Pazfikküste mit den Strand und tropischen Tieren, bis uns der Weg wieder nach David führte.

Lea mit »Nett-Hier«-Sticker

Lea mit »Nett-hier«-Sticker © Paul
Beitragsbild: Expigruppe »Nett-hier« reist in Panama ein © Ana


Wir verließen am ersten Tag als letzte Gruppe um acht Uhr Longo Mai und nahmen nicht wie geplant den Direktbus nach San José, sondern den erstbesten nach San Isidro. In der Stadt besorgten wir die Tagesverpflegung im Supermarkt und trafen die Expigruppen von Hannes und Laurens. Gegen Mittag ging es dann endlich zur Hauptstadt des grünen Paradieses. Im Bus gab es einen kleinen Schockmoment: es gab keine Klimaanlage, sondern nur Fenster an der Seite, aber unser Weg führte uns über den Gebirgskamm Costa Ricas, weswegen wir sehr schöne Aussichten auf die Natur und Wolken hatten und frische Temperaturen. Nach drei Stunden erbot sich uns endlich der erste Blick auf die Stadt: San José liegt relativ hoch über dem Meeresspiegel in einer großen Fläche bei den Bergen.
 

Landesflagge in San José

Landesflagge in San José © Paul

Beim Busbahnhof angekommen sind wir zweieinhalb Kilometer durch die Innenstadt zu unserem Hotel marschiert. Dort lagerten wir erstmal all unser Zeug in den Zimmern und gingen nochmal einkaufen. Bei Wraps mit Bohnenmus, Sandwich Spread (Burgersoße), Dosenmais, Karotten und „Erdbeermarmelade“ (da war vieles, aber keine Erdbeere drin) planten wir unsere weitere Expi. Das Ergebnis: wir fahren wieder in den Süden zu der aus der ersten Woche des Landaufenthalts bekannten Halbinsel an der Pazifikküste.

Der Bus zu unserem neuen Ziel fuhr wieder um die Mittagszeit. Den Vormittag nutzten wir für einen weiteren Einkauf und eine kleine Stadttour zu einem Spielplatz ein paar Blocks weiter bei einer großen Kirche. Während der Busfahrt fiel uns auf, dass wir die für das Abendessen gekauften Bohnen für einige Stunden einlegen müssen. Als Notlösung mussten wohl oder übel unsere Trinkflaschen herhalten. Leo erhielt den ehrenhaften Job des Aufsehers über das Bohnenexperiment.
 

Bohnenexperiment im Bus © Lena

Die geplante Ankuftszeit des Busses war gegen 8 oder 9 Uhr, was schon zu Witzen wie „Wir werden wohl erst um 11 Uhr essen, also da bin ich schon im Bett!“ führte. Was wir nicht ahnen konnten: Ein Stau vor einer Brücke (in den nebenbei auch später Beccis Expiguppe geriet) verzögerte unsere Ankunft um zwei bis drei Stunden. Um Mitternacht kamen wir beim Campingplatz an. Ein paar aßen noch ein paar Reste vom Mittagessen, aber gekocht wurde nichts mehr.

Am nächsten Morgen kundschafteten wir die Gegend auf der Suche nach einem Schlafplatz für die nächste Zeit aus. Der „Playa Blanca“ war nicht weit und teilweise mit Palmen gesäumt, der perfekte Platz für die nächste Zeit. Auf einem Baum am Strand hing sogar ein Faultier.
 
Ein Restaurant in der Nähe des Strandes ließ uns dafür, dass wir den Garten ein wenig aufräumen für die nächsten paar Tage dort schlafen. Bei diesem Restaurant hatten wir zwei Toiletten und sogar eine Dusche. Es dauerte einige Zeit die Zelte aufzuschlagen. Anschließend haben wir und aufgeteilt: eine Gruppe ging in der Stadt Las Palmas einkaufen (der Shop in unserem Kaff war sehr teuer und hatte nicht viel), die andere Gruppe schaute sich ein wenig in der Gegend um und ging im Sonnenuntergang mit Blick auf eine Fähre schwimmen. Tijn fand beim Schnorcheln sogar einen Ring im Wasser.
 

Fähre im Sonnenuntergang

Fähre im Sonnenuntergang © Paul

Am nächsten Tag spazierten wir mit Handtüchern und Hängematten zum Strand und machten es uns für die nächste Zeit bequem. Um die Mittagszeit ging eine Dreiergruppe im Dorfladen Softdrinks einkaufen. Wir waren sehr viel schwimmen und haben Kokosnüsse von Palmen geholt.
 
Wir waren auch wieder Schnorcheln und haben einen Kofferfisch auf dem Boden gesehen. Abends haben wir ein Lagerfeuer gemacht und ein Spiel gespielt, bei dem jeder Lieder in eine Playlist packt und wir dann raten, wessen Lied es ist. Spät Abends sind wir zu unseren Zelten in den Garten gegangen.

Tag 5 fing besonders früh an, denn wir hatten für halb acht ein paar Kajaks gemietet. Mit denen ruderten wir ungefähr einen Kilometer die Küste runter in einen Mangrovenwald. Auf dem Hinweg sahen wir mehrere Fische und sogar Schildkröten und Delfine. Der Eingang in den Mangrovenwald lag relativ versteckt in einer Bucht und war bei Niedrigwasser nicht so gut passierbar. Da aber gerade Flut war, konnten wir ohne Probleme den Fluss entlang paddeln. Im Wald lebten Krabben, verschiedenste Vogelarten und eine große Echse – uns wurde auch gesagt, dass wir auf Krokodile achten sollen, aber die bekamen wir (leider) nicht zu Gesicht.
 
Nach ungefähr zwei Stunden kamen wir wieder beim Startpunkt an und wollten alle direkt ins Wasser springen. Deswegen gab es für alle einen Swim-Call. Anschließend gingen wir im Restaurant, bei dem wir übernachtet haben, essen. Es war echt nicht schlecht und auch nicht zu wenig. Wir schenkten der Eigentümerin des Restaurants als Dankeschön noch eine HSHS-Karte.

Den Rest des Tages verbrachten wir wieder am Strand mit Lagerfeuer und Spielen. Wir mussten aber um 21 Uhr gehen, denn der Bus am nächsten Tag nach Ciudad Nailly würde irgendwann gegen 6:30 Uhr fahren. Aus diesem Grund mussten wir am sechsten und letzten Tag unserer Expi um 4 Uhr in der Früh aufstehen. Wir haben am Vorabend zwar schon viel gepackt, aber es dauerte trotzdem seine Zeit, bis wir endlich startklar waren. Auf dem Weg zur Bushaltestelle hatten wir alle einen kurzen Schockmoment, weil ein Bus die Straße entlanggefahren kam, den wir alle für unseren hielten (war er zum Glück nicht).
 
In Nailly angekommen stellten wir unser Gepäck beim Busbahnhof ab und eine Hälfte der Gruppe ging einkaufen. Da wir jetzt nicht mehr sparen mussten, konnten wir dieses mal noch einige Gurken und Tomaten für das Mittagessen kaufen. Die Busfahrt zur vertrauten Grenzstation Paso Canoa verlief ebenfalls glatt. Bei der Emigration waren sehr viele Sticker am Fenster: Wir sahen einen „Nett Hier!“-Sticker, Laurids‘ Hamburg-Sticker und ein Frankfurt-Aufkleber waren auch da. Bei der Busfahrt nach David bekamen wir nochmal die volle Portion der Entspannung und Bequemlichkeit, als die Busfahrer den Preis plötzlich mitten auf der Fahrt auf 5 Dollar statt 3 pro Nase erhöhten. Nachdem wir unsere Rucksäcke im Bambu Hostel abgestellt hatten, gingen wir mit 22 Dollar Expigeld für jeden auf einen letzten Einkauf bei Xtra nebenan. Unser letztes gemeinsames Essen im Hostel machten wir uns mit Baguette, Salat, Soßen, Gurken und Tomaten (größtenteils noch vom letzten Einkauf) doch sehr schön.

Da alle anderen Gruppen deutlich zu spät kamen, konnten wir ihnen im Hostel einen warmen Empfang bereiten.