20. März 2026 Rückblick auf die Expi Yarakaris

Vorab:
uns geht’s gut – wir sind wie geplant in unserer Finca in der Nähe von Trinidad und genießen Kuba. Allerdings haben wir hier so gut wie kein Funknetz oder Internet, so dass wir keine Fotos oder längeren Texte schicken können. Wir füllen deshalb das Funkloch mit einem weiteren (vorab geschriebenen) Expibericht – diesmal von der Gruppe »Yarakaris«. Und wir versuchen unten wenigsten ein paar tagesaktuelle Grüße anzufügen! 

----

Freitag 20.03.2026
Position: Finca la Lima/Trinidad, Cuba
Zurückgelegte Seemeilen: 8858.9
Ziel: entspannter Strandtag
Wetter: immer noch warm

---
 
Rückblick auf die Expi Yarakaris

(Gruppe mit Hannes)
 
Heute werde ich euch von meiner persönlich schönsten und lustigsten Zeit auf der Reise bisher erzählen. Anders wie in den letzten Jahren hatten wir leider nur sechs Tage Zeit um von Longo Mai, ein Ort in Süd-Costa Rica in dem wir zwei Wochen in Gastfamilien gelebt und von dort aus Aktivitäten gemacht haben, nach David, eine Stadt in Panama, zu kommen. Daraus schlussfolgernd heißt: wir müssen schlussendlich über die Grenze nach Panama immigrieren, dazu kommen wir aber noch später.

Unser Squad besteht aus: Greta, Linda, Lilly, Felix, Laurids, Julus, Mateo, ich (Bene) und unser Pädagoge Hannes, der zurzeit in seiner wilden Phase ist.

Okay wie vorhin schon erwähnt, sind wir in einem kleinen verschlafenen Ort namens Longo Mai gestartet, manche früher, manche später. Bevor aber alles los ging, wurden schon Tage früher grobe Pläne angelegt, wobei unser Plan wie folgt aussah: #NoTentChallenge, #ObdiChallenge, und für die letzen zwei Nächte #LuxusLeben (eigentlich ist immer alles Luxusleben hier).

Eine weitere Rahmenbedingung war die Finanzierung unser wunderbaren Tage, denn es ist so, dass wir pro Person 18,5 € pro Tag haben. Das klingt erstmal nach ordentlich viel Asche, was es auch ist, wenn man nicht zwei Nächte für ein AirBnB an der panamarischen Küste ausgegeben hat, dazu kriegt ihr aber noch später genügend Infos.

Tag 1:
Für uns  ging es um 7:30 Uhr los zur Bushaltestelle, wo wir gleich den Bus Richtung San Isidro genommen haben. Angekommen in San Isidro sind wir erstmal in zwei Second Hand Shops gegangen, um uns Outfits zusammen zu bauen. Dabei haben wir dann auch das erste Mal Laurens Expi Gruppe getroffen, ob es das letzte Mal war? Auf jeden Fall wurden dann noch Sandwiches für unser Mittagessen eingekauft und auch Müsli für die nächsten Tage. Danach war unser Ziel San Gerardo, ein Ort weiter oben in Bergen, wo wir schlafen wollten.

Um dorthin zu kommen, sind wir ein bisschen aus San Isidro rausgelaufen, um an eine Bushaltestelle etwas weiter außerhalb zu kommen. Nach einem schwitzigen Sparziergang in der Mittagshitze sind wir angekommen und dachten wir müssten drei Stunden auf den Bus warten. Da Mateo aber ist wie er ist, eifrig mit Menschen reden, hat er uns eine Pick-Up organisiert, das uns weiter nach oben in die Berge brachte, sogar noch weiter als San Gerardo, Herradura, und wo uns der Fahrer bei sich schlafen lässt. Der Mann ist ein älterer Amerikaner der zwar manchmal etwas verwirrt, aber sehr sehr gastfreundlich war. Bei ihm in einem kleinen Ort in den Bergen angekommen, hat er uns eine Tour auf seiner Fischfarm gegeben und uns unseren Unterschlupf gezeigt – eine Beton Fläche mit Überdachung, was für uns mehr als genug war. Nachdem sich alle eingerichtet hatten, haben wir uns in zwei Gruppen aufgeteilt – eine ging einkaufen, eine die Umgebung erkunden. Zum Abendessen gab es ganz einfach leckere Nudeln mit Tomatensauce. Den Abend saßen wir dann noch entspannt zusammen und haben über Gott und die Welt geredet.

Unsere Gruppe am ersten Abend

Unsere Gruppe am ersten Abend © Bene


Tag 2:
Aufgewacht und mit dem Ziel so viel Strecke zu machen wie‘s geht, sind wir erst mal zu einem Wasserfall in der Nähe gegangen. Da wir uns dabei etwas zu viel Zeit gelassen haben, haben wir den Bus nach San Isidro verpasst und mussten ein gutes Stückchen laufen. (Bild Wasserfall).

Wasserfall

Wasserfall © Julius

Nach ein bisschen Busgefahre und Getrampe sind wir wieder in San Isidro angekommen, wo wir Provisioning gemacht haben (wir waren Essen für die nächsten Tage einkaufen). Danach haben wir den vierstündigen Reisebus nach Rio Claro genommen und von dort aus sind wir mit einem Großraumtaxi nach Golfito, einem Ort am Pazifik, wo wir dann auch erst abends angekommen sind.

Zum Abendessen haben wir uns Wraps mit jeglichen Toppings gemacht und wollten dann eigentlich auch relativ schnell schlafen gehen. Wir wurden dann aber die ganze Zeit von einem komischen Typen genervt, weshalb wir uns dazu entschieden haben, den sicheren Weg zu gehen und in einem Hostel zu übernachten. Das hat aber bisschen unser Budget gesprengt hat, da es für uns für alle relativ viel gekostet hat. Aber gut dafür konnten wir duschen und in einem gemütlichen Bett schlafen.

Tag 3:
Ausgeschlafen und motiviert einen geilen Tag zu haben, sind wir einkaufen gegangen, möglichst billig und haben dabei Lauren’s Gruppe getroffen (oder wie sie sich nennen: Schlongomai Fluchttrup). Wir haben uns gegenseitig von unser geilen Zeit erzähl, die wir bisher schon hatten und mussten uns bald aber auch schon wieder verabschieden, da wir den Plan hatten, mit einem Wassertaxi auf eine verlassene Halbinsel zu fahren und dort unser Lager aufzuschlagen. Gesagt getan sind wir in ein „Taxi gestiegen“ und auf die Yarakari Insel gefahren, wo wir uns im Meer abgekühlt, unsere Hängematten aufgebaut und ein kleines Lagerfeuer gemacht haben, damit wir unseren Reis mit Bohnen kochen können. Diesen haben wir mit verschiedensten Saucen vom Tag zuvor verzehrt und danach mummelig zusammen am Lagerfeuer gesessen und die Drei ??? gehört.

Yarakari-Gruppe auf Yarakari Island

Yarakari-Gruppe auf Yarakari Island © Julius

Tag 4: 
Wenn ihr aufmerksam gelesen habt, wisst ihr, dass ab heute #LuxusLeben auf dem Plan steht. Das liegt daran, dass wir für heute und morgen Nacht ein wunderbares AirBnB am Strand gebucht haben. Davor mussten wir aber noch eine nicht unerhebliche Strecke zurücklegen und dabei die Grenze überqueren.

Früh am Morgen wurden wir dann wieder von der selben Person abgeholt und sind mit dem Bus zur Grenze gefahren. Dort haben wir Geld getauscht und waren bereit um nach Panama zu immigrieren. Wir wurden jedoch zu einem anderen Büro geschickt und von dem zu einem dritten, in dem wir eine Ausreisesteuer zahlen mussten. Nachdem das aber erledigt war, sind wir relativ schnell durch alle Stationen gekommen und auf der anderen Seite mit einen Bus Richtung Pazifikküste gefahren.

Dort angekommen sind wir das erste Mal unserem Motto nachgekommen und haben für 200$ Essen für die nächsten zwei Tage gekauft. Dabei haben wir an nichts gespart, wie man vielleicht am Preis erkennen kann. Was wir aber genau gekauft haben, werdet ihr dann später erst erfahren. Den letzten Bus zu unserem Ziel haben wir reibungslos erwischt und wir waren nun auf den letzten Metern, die wir zu Fuß zurücklegen mussten (am Strand, also auch nicht ganz übel).

Endlich erreichten wir unseren Unterschlupf für die nächsten zwei Nächte, wobei wir alle sehr beeindruckt von dem Anblick waren. Der Besitzer, Joey der vor 15 Jahren aus Amerika nach Panama kam, hat uns eine Führung durch das gesamte Gelände gegeben. Es gab ein größeres Haus und darum gab es einen Beach-Volleyball-Platz, eine Outdoor-Küche, viele Hängematten und als Highlight eine Schildkrötenfarm. Damit würden wir morgen aber noch mehr zu tun haben.

Kurz nachdem wir einen fantastischen Sonnenuntergang gesehen haben, hatten wir unser erstes Festmahl (2 Burger mit Pommes und Salat) welches wir sehr genossen haben. Den restlichen Abend über hatten wir dann gemeinsam eine schöne Zeit am Tisch, während der Dschungel  immer wieder neue Töne von sich gab.

Tag 5:
Aufgeweckt vom Sonnenschein der ins Fenster schien, waren wir motiviert, heute coole Aktivitäten zu machen. Als wir den ersten Schritt nach draußen gesetzt hatten, sahen wir, wie ein Tucan nicht weit von uns in einem Baum saß. Joey kam zu uns und meinte, dass der hier öfter hin und her fliege. Felix gab ihm eine Dattel, die der Vogel immer wieder fallen lassen hat und am Ende war der Buntgefiederte so sauer, dass er Felix mit seinem Schnabel auf den Kopf geklopft hat, was extrem lustig aussah (war auch lustig für Felix). Irgendwann war er dann aber auch wieder weg.

Gestern hatten wir auch mit dem amerikanischen Auswanderer Joey abgemacht, dass wir die Schildkröten ins Meer entlassen und danach gratis einen Strand weiter surfen gehen. Das haben wir dann gleich nach einem leckeren Frühstück umgesetzt. Joey führte uns zu seiner Farm, wir wuschen unsere Hände und durften dann die Schildkröten in einen schon vorbereiten Behälter legen, und dabei aber auch zählen. Schlussendlich waren es 89 an der Zahl, die wir auf dem Strand in einer Linie freigesetzt haben. Die Reptilien brauchen ca. 20 Jahre um wieder zum Strand zurück zu kommen, wenn sie denn überleben, da sie nur eine Chance von 1:1000 auf das Überleben haben. Es war für uns alle ein sehr besonderer Moment zu sehen, wie sie im Meer immer wieder ihre kleinen Köpfchen aus dem Wasser streckten um Luft zu holen.

Nach so einem tollen Erlebnis ging es direkt zum nächsten, nämlich Surfen. Da wir alle keine Profisurfer sind, sind wir zu einem Strand mit eher Beginnerwellen, bei dem es aber auch sehr viel Spaß gemacht hat.  Die meiste Zeit mussten wir aber auf die Wellen warten – wenn sie aber kamen, waren wir bereit und gaben unser bestes aufzustehen, was meistens auch funktioniert hat. Irgendwann knurrten aber unsere Mägen und wir haben uns auf dem Weg zurück gemacht um einen kleinen Nachmittagssnack einzunehmen.

Bis zum Abendessen lagen wir in Hängematten, während die Sonne dem Horizont immer näher und näher kam. Den zweiten Teil der 200$ haben wir für ein BBQ mit Nudelsalat ausgegeben, wobei Mateo und Linda gemeinsam die Rolle der Grillmeister:innen übernahmen. Den restlichen Abend über saßen wir am Tisch miteinander, haben über HighSeas geredet und einfach entspannt.

Unsere Expigruppe

Unsere Expigruppe mit der Tochter des AirBnB Besitzers

Tag 6:
Das war der letzte Tag unserer Expi und die Stimmung war etwas trist, auch weil wir unser  wunderschönes und liebgewonnenes AirBnB verlassen mussten. Bevor wir das aber hinter uns gebracht haben, machten wir unserem rebellischen Hannes ein #LuxusLeben Frühstück und haben die letzten Momente genossen. Zusammengepackt und traurig, gehen zu müssen, haben wir uns wieder auf dem Weg zur Bushaltestelle gemacht. Mit dem Bus sind wir mehrere Stunden nach David gefahren, wo wir abends auch heile angekommen sind. Bevor wir wieder das Hostel betraten, gaben wir unser restliches Geld im Supermarkt für Eiscreme aus, wobei wir die anderen Gruppen wiedertrafen und zusammen die Expi beendet haben.
 
Das war meine Sicht der Expi. Ich hoffe, ihr wurdet nicht zu neidisch und jetzt noch ein paar Tipps für die nächsten Reisen:

  • Bucht ein AirBnB, müsst auch nicht krank sparen dabei, ihr habt echt viel Geld
  • Wenig Geld für Essen ausgeben, außer wenn ihr alles komplett durchgeplant habt
  • Meistens werdet ihr von der Gastfreundschaft der Menschen überrascht und euer Plan damit etwas sabotiert
  • Plant nicht ins Details, nur grob, lasst es auf euch zukommen
  • Zelt ist nicht unbedingt nötig
  • Nur wenig nach Costa Rica und somit auch auf die Expi mitnehmen, ihr werdet nicht so viel brauchen
  • Reis mit Bohnen und Wraps sind ein sehr gutes Preis-Leistungs-Verhältnis
  • Edding mitnehmen zum Trampen, Pappe findet ihr eigentlich immer überall
  • Eher kürzere Distanzen einplanen, sonst sitzt man nur im Bus
  • Menschen einfach Ansprechen, ob man bei ihnen pennen darf, manchmal funktioniert es
  • Bild machen, was möglich ist in Costa Rica, damit man Optionen hat
  • Auf keinen Fall Stress aufkommen lassen, nur genießen, auch wenn mal etwas nicht klappt (Expi ist zu kurz um sich drüber aufzuregen
  • Gruppenbildung für die Expi wird immer stressig, aber vertraut egal mit wem, Expi kann nur geil werden
  • Tipps sind auch nur grob, denn auf Expi passiert immer was anderes

Bene

----

Grüße vom Donnerstag, 19.3.2026:

  • Linda: Ganz liebe Grüße an Tante Anke! Kuba ist echt klasse und ich denke hier oft an dich!
  • Ole: liebe Grüße an Josse und meine Omas.Ich hoffe es geht euch gut.
  • Laura: liebe Grüße an Oma und Opa, Mama, Papa und Julia ich hab euch lieb und vermisse euch ganz doll!
  • Muri: Liebe Grüße an zuhause, an Oma Ingrid und Opa Dirk, an Bri und Klaus und an die liebe Änne:) Hab euch lieb und denk an euch.
  • Hannah: Liebe Grüße an Mama und Papa, ich habe euch ganz dolle lieb! Ich freue mich schon euch von Kuba zu erzählen. Liebe Grüße an meine Omas, Leo, Mariko, Mathilda, Johanna, Lilla und all die anderen fleißigen Blogleser! Hab euch lieb.
  • Lenya: Liebe Grüße an Mama und Papa, Pia und Oma, hab euch alle ganz doll lieb. Freu mich euch alle wieder zu hören! Wenn du das liest, nochmal alles Gute nachträglich zum Geburtstag Paulina, ich hoffe du hattest einen schöne 17. Geburtstag.
  • Mia Di: Liebe Grüße nach Hause, vor allem an Anna und Tom! Wir sind gerade auf einer Finca mit vielen Tieren zum Beispiel ganz vielen T-Rexes.
  • Lisbeth: Ganz liebe Grüße an Zuhause. Opi, ich wünsche dir einen tollen Geburtstag. Mach dir einen wunderschönen Tag! Hab euch ganz dolle lieb! Hier ist es regnerisch aber unglaublich!
  • Letitia: Liebe Anaïs, ich hab dich sehr lieb und denke gerade viel an dich. Hier auf dem kubanischen Bauernhof gibt es ganz viele Tiere, die frei zwischen uns herum streifen. Papageien, Pfaus, Ferkel, Pferde, Welpen, Hühner und Ziegen. Die Zicklein sind super süß und kuschelweich. Vor ein paar Tagen habe ich zum ersten Mal eine Kuh gemolken und trotz des vielen Regens liebe ich es hier.
    Liebe Mama und lieber Papa, ich hab jetzt angefangen Kaffee zu trinken :)
  • Laurids: Liebe Mama, Papa, Julika und die Bräunlichs, Kuba ist sehr schön und beeindruckend. Die Leute hier sind sehr nett und die Finca ist auch echt nett. Ich wünsche euch alles Gute und ganz viel Kraft in den nächsten Wochen.
  • Finja: Ganz liebe Grüße aus Kuba! Ich sende ein paar kubanische Vibes an Mama, Papa, Oma, Opa, Lisi, Lyssa und Mareike <3 Wir sind im Moment auf einer Finca und haben schon Cienfuegos und Trinidad erkundet. Es ist sehr besonders und anders hier aber dazu mehr in der nächsten Telefonzeit! Digitale Umarmung!!!
  • Matthias: Liebe Grüße an meine Familie ich genieße Kuba ganz doll und bin sehr beeindruckt von dem Land. Es ist so besonders hier. Ich vermisse euch
  • Paul: Ganz liebe Grüße an meine Familie, Oma und Opa und an meine Klasse!
  • Mateo: Liebe Grüße an Ulrike und Jörg!!!
  • Felix: Liebe Grüße Max, Amelie, Nino, Pipo, Mami und Papa! Kuba ist richtig spannend
  • Bene: Ganz liebe Grüße aus Kuba, es ist wahnsinnig spannend zu sehen, wie die Leute hier leben – speziell jetzt ohne Sprit. Leider regnet es oft am Nachmittag, aber das ist kein Problem.
  • Luna: Liebe Grüße an Annika ich vermisse dich sehr!! Maris ich wünsche dir bald ganz viel Spaß im Trainingslager, hab dich lieb.
  • Jonah: Liebe Grüße an Opi, meine Familie und Amelie. Kuba ist wirklich außergewöhnlich beeindruckend!
  • Lilly F: Ganz liebe Grüße an Daheim!!