9. Februar 2026 Costa Rica an der Atlantikküste

Datum: 8.2.2026
Ort: Irgendwo im Osten Costa Ricas
Ziel: Longo Mai
Wetter: viel zu kalt und regnerisch (also wirklich)
Stimmung: fröhlich

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Grüß Gott an alle,

wie ihr vielleicht mitbekommen habt, sind wir mittlerweile in unseren zwei Gruppen an der Atlantik- oder Pazifikküste in Costa Rica. In diesem Blog werde ich euch von unseren Erfahrungen in Puerto Viejo auf der Atlantikseite berichten.

Es fing alles im Bamboo Hostel an, von dem wir uns am 5.2. endlich verabschieden durften, indem wir von einem Bus abgeholt wurden (auf jeden Fall ein Downgrade zu dem von Jesús).

Nach ein paar Stunden standen wir dann an der Grenze zu Costa Rica und gingen mit unseren frisch gestempelten Pässen auf die andere Seite. Von dort aus fuhren wir in zwei unterschiedlichen Bussen nach Puerto Viejo, eine kleine Stadt die größtenteils aus Touri-Läden besteht, die alle das selbe verkaufen und extrem teuer sind. Angekommen im beschriebenen „Hostel“ (ja die Gänsefüßchen sind gewollt), gab es für die meisten einen kleinen Schreck. Denn was zu sehen war, waren hunderte Zelte (kleine Übertreibung für den dramatischen Effekt) unter mehreren sehr großen Wellblechdächern auf mehren Ebenen und nicht die von den Pädis angekündigten Zimmer. Dies wäre auch kein Problem gewesen, hätte jeder ein Zelt mitgenommen, wie es auf der Packliste für die nächste Zeit stand. (Fußnote des Autors: Ich hatte auch kein Zelt dabei, obwohl ich die Liste gelesen habe). Nun war leider nur genug Platz für die Mädchen in Zelten, und so mussten für die Jungs ein Schlafplatz im Dorm gebucht werden, den sie sich mit zwei laut schnarchenden Locals teilen durften.

Unser erster richtiger Tag am Atlantik fing mit einem kleinen Ausflug zum Strand an, an dem wir unsere kleine Gruppe nochmals in zwei Gruppen aufteilen mussten und abwechselnd Surflessons hatten oder mit einem nicht brennenden Stab Feuerkünste üben durften. Für die meisten, inklusive dem Autor, war das Surfen eines der Highlights der Woche. Die Wellen waren weiter draußen mehrere Meter hoch und kamen mit einer enormen Wucht, die einen teilweise zum Strand schleuderte.

Surfen am Atlantik

Surfen am Atlantik © Lilly K.

Beim Feuerspielworkshop mit Franz, unserem deutschen Kontakt vor Ort, lernten wir erstmal grundlegende Moves, von denen ich mir keinen einzigen Namen merken konnte, aber dafür, wie sie die meisten von uns relativ schnell hinbekommen haben. Nach ein bisschen Auslaufzeit in der Stadt ging es am frühen Abend weiter mit einem sogenannten Fire Space. Hier haben wir ein weiteres Tool kennengelernt, ein Seil mit einem sandgefülltem Sack am Ende, mit dem wir auch ein paar Kunststücke geprobt haben.

Ole on fire

Ole on fire © Lilly K.

Als es dunkel wurde, fing der Spaß erst richtig an. Wir durften die Stäbe an beiden Enden anzünden, wie auch die Säcke. Mit lodernden Stäben wird man gleich vorsichtiger, doch trotzdem haben einige Jungs ein paar Beinhaare weniger und ein paar geschwärzte Klamotten mehr. In der Partyhütte des „Hostels“ wurde dann am Abend noch ein Rave mit DJ veranstaltet, doch leider kamen außer uns nicht viele andere Gäste.

Am zweiten Tag stand der Programmpunkt Acro-Yoga an (die meisten dachten es währe Aggro- oder Aqua-Yoga), jedoch war es Akkrobatik-Yoga. Veranstaltet von zwei Locals, liefen wir auf einer mitgebrachten Matte im Eingangsbereich des Hostels unsere Runden bis irgendjemand ein vorher eingeübtes Kommando sagte und wir das ausführen mussten (z.B. Personen in die Luft heben oder langsam fallen lassen). Die Locals ballerten, den schon am Vorabend kennengelernten Techno-Mix und riefen uns öfter als ich zählen konnte zu, wir sollen „eins werden“ und „unsere Augen öffnen“.

Aggro beim Acro Yoga rauslassen

Aggro beim Acro Yoga rauslassen © Lilly K.

Nach noch mehr Auslaufzeit hatten wir abends unsere „Fire Space Vorstellung“ in einer Strandbar, bei der einige von uns ihr Können unter Beweis stellen durften. Gleichzeitig gaben andere Feuerspieler eine echt krasse Show ab und selbst der Sohn von Franz (2 Jahre alt) wedelte mit einer fackelnden Mini-Version von unseren Stäben herum. Jeder bekam ein Getränk und eine Pizza und der Abend wurde im Hostel mit einem Konzert von einem Schlagzeuger, welcher Rock ähnliche Musik mit bekannten Reggae Texten instrumental untermalte, beendet. (Weitere Fußnote des Autors: Es war eine echt geile „Woche“)

Falls ihr jetzt alle neidisch seid (was ich wohl sehr hoffe), könnt ihr euch auf den wahrscheinlich deutlich weniger aufregenden Blog von der Pazifikküste freuen, der zeitgleich erscheinen wird.

Leopold