13. Februar 2026 Arbeit im Paradies
Datum: 13.2.2026
Position: Longo Mai
Ziel: die große Expi
Wetter: viel zu heiß
Stimmung: todo bien y Pura Vida
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Hier nochmal ein kleiner Rückblick zu unserem Working Day auf Grenada. Keine Sorge, der Blog zu Longo Mai kommt auch noch.
Am Montag, den 19. Januar haben wir uns gleich nach dem Frühstück in kleineren Gruppen zu unseren Working Days (Arbeitstag) aufgemacht. Aus dem Hafentor hinausgetreten, die Straße hoch und wieder runter und schon hatten wir einen Bus aus dem Verkehr gezogen, welcher uns den Berg hoch zu der Levisville Familly Farm, auf welcher wir Arbeit finden sollten, fahren sollte. Diese hoch eifrige und kompetente Gruppe bestand aus: Lisbeth, Laura, Muri, Mia Di, Hannah, Mia De, Inka, Luna und Lenya in Begleitung von Pädagogin Lilly. Nach etwas Verwirrung wo diese idyllische Farm sich befinden möge, hielt unser Bus schließlich vor einem unscheinbaren Wohnhaus, welches kaum auf eine Farm schließen ließ.
In kurzer Hose,T-Shirt, Cap und Strümpfen bis zu den Knien hoch gezogen, sprangen wir aus dem Bus, bereit für einen ganzen Tag voller harter Arbeit, noch nicht ahnend, dass uns das Paradies auf Erden erwarten würde.
An der Straße wurden wir von unserem schnell liebgewonnenen Gartengnom Roy strahlend empfangen. Roy führte uns die Auffahrt hoch entlang des Hauses, bis sich vor unseren Augen plötzlich unser kleines Paradies auftat.
Noch überwältigt von dem idyllischen Gärtchen wurden wir schon herzlich von dem Rest der Familie willkommen geheißen. Nachdem wir unsere Taschen in einem kleinen Schuppen lagern durften, hat Roy uns durch seinen Garten geführt. Dort fürchte ich, haben die Schildkröten, welche uns sehr liebenswürdig von Roy‘s Mutter vorgestellt wurden, unsern Arbeitseifer für kurze Zeit gebrochen. Als wir uns von ihnen losreißen konnten, spazierten wir weiter durch den Garten. Roy zeigte uns seine verschiedenen Bananenbäume und den Unterschied zwischen Ess- und Kochbananen. Er führte uns weiter zu dem Vanillegewächs, bis hin zu den verschiedenen Kräutern und den Obstbäumen, wobei wir auch, in der Umgebung eher exotisch wirkende, Tomatenpflanzen und Salat entdeckten. Weiter hinten im Garten erstreckten sich dann die Obstbäume und wir kamen vom eigentlichen Vorhaben ab, denn dort durften wir uns nicht nur selbst von dem Unterschied zwischen der süßen und der sauren Sternfrucht (wobei alle, durchaus zu seiner Überraschung, die saure um einiges besser fanden) überzeugen, sondern auch uns bei anderen Früchten bedienen.
Voll gefuttert von den Sternfrüchten, Mangos und Pigeon Peas (Tauben-Erbsen) und so einigen Kräutern, durften wir Kokosnüsse runter holen. Mit der Machete konnten wir dann selbst probieren, wie man diese fasrigen und hartschaligen Todesgeschosse richtig aufschlägt, wobei Lisbeth sich gleich tapfer für die Front opferte. So kamen wir zu unseren ersten Erfrischung gleich von den Palmen im Paradies.
Sternfruchtverkostung © Lilly K.
Hannah approves of Coconut water © Lilly K.
Lisbeth versucht eine Kokosnuss zu »knacken« © Lilly K.
Wenn ihr euch jetzt fragt, was all dies mit Arbeit (die man bei einem Working-Day durchaus erwarten sollte) zu tun hatte, habt ihr gutes Recht auf Zweifel, denn abgesehen von dem kleinen Armworkout durch das Kokosnuss knacken, hatten wir wirklich noch nicht viel geleistet. Nun ja „Arbeit“ sollte noch auf sich warten lassen, denn Roy und seine Familie bestanden darauf, dass wir uns vor der Arbeit erst mal eine kleine Stärkung verdient hatten.
Die kleine Stärkung © Lilly K.
Die sogenannte „kleine Stärkung“ wurde uns als Buffet eröffnet. Vor uns erstreckten sich belegte Brötchen, Kakao aus eigener Herstellung, Maracuja- und Sorrellsaft (eine Art Hibiskus), Kokoskuchen mit getrockneten Papayastücken, sowie frische Mango, Golden Apple und Papaya (welche sogar denen geschmeckt hat, welche sonst keine mochten).
Gefüllt und mehr als zufrieden durften wir nun endlich etwas arbeiten! Mit einer Machete und Harken lockerten wir den Boden des Beetes auf und reicherten ihn mit etwas Kompost an. Nachdem wir all unsere Aggression an dem Beet auslassen konnten, ging es ans aussähen. Nach etwas eher liebevoller Arbeit, waren wir auch schon fertig und der Salat war gesät.
In Gedenken an unsere Zeit in diesem kleinem Paradies haben wir zusammen mit Roy einen Granatapfelbaum gepflanzt. In Erinnerung an unseren Officer Godfried und unserem Watchleader und Laundry Officer Fred haben wir uns entschlossen, unser Bäumchen „Godfred“ zu taufen. Für alle von euch, die in der Zukunft diese Reise auf sich nehmen werden, können wir euch nur ans Herz legen, die Levisville Farm auf Grenada zu besuchen um Roy und sein kleines idyllisches Paradies zu erkunden. Wer weiß, wenn ihr euch gut um Godfred kümmert, werden wir wohl möglich in ein paar Jahren unseren ersten eigenen HighSeas-Granatapfel sichten.
Kollektive Beetbearbeitung © Lilly K.
super satisfying work © Lilly K.
Unser Granatapfelbäumchen namens Godfred © Lilly K.
Bevor wir uns verabschieden konnten, haben wir noch ein kleines Abschiedslied gesungen „Heute kann es regnen, stürmen oder ...“, welches möglicherweise nicht ganz passend ist, dessen Text wir aber zumindest alle kennen.
Und obwohl man jetzt meinen könnte, wir haben bei unserem Working-day etwas den Fokus verloren, will ich euch versichern, dass wir um einiges mehr als nur die reine Arbeitserfahrung mitgenommen haben. Wenn wir eins von Roy mitnehmen werden, dann, dass es nicht immer ein extravagantes und erfolgreiches Leben benötigt um wirklich erfüllt zu sein und es sich lohnt, die kleinen Dinge im Leben wertzuschätzen. Roy ist jetzt 70 Jahre alt und ist wohl der gesündeste und zufriedenste Mensch, den wir je getroffen haben. Als ehemaliger Fashiondesigner für Calvin Klein, Tommy Hilfiger und etc. in den USA, welcher all dies hinter sich gelassen hat um die Farm seines Vaters weiterzuführen, hat er uns viel über den eigentlichen Wert des Lebens mitgegeben.
Wir mit unserem Lieblingsgartengnom Roy © Lilly K.
Lenya

Grüße:
- Philine: Liebe Grüße an Leticia: hab dich lieb und vermisse dich voll, dank deinem Brief spreche ich ja jetzt zum Glück auch fließend Spanisch. Freue mich schon dich wiederzusehen!!
- Jonah:LIebe Grüße an Opi, mein Familie und Amelie ich freue mich schon die nächsten Wochen mal wieder mit euch zu quatschen. Hier passiert echt ne menge was ich euch erzählen muss. Außerdem liebe grüße an die Rüters, hab euch lieb.
- Hauke: Liebe Grüße an die VWLer und das Surfen am Pazifik war mega, obwohl die Wellen bisschen kurz war.
Leander: Ganz liebe Grüße nach Frankreich an Felix Familie. Danke für den netten Brief. Das Foto wird mit Sicherheit in die neue Cabin gehängt. - Liv und Greta: Hallo Paul, wir grüßen dich mal wieder und diesmal aus Longo Mai. Wir sind etwas traurig, dass du uns nie zurück grüßt, aber wir nehmen es dir nicht übel. Noch Tipps für Longo Mai??? Bunte Grüße nach daheim und an all die Landratten! HDGDL!!! Deine Lieblingssegler.
- Lisbeth: Ganz liebe Grüße an alle Landratten!
- Mia Di, Lenya, Luna: Ganz liebe Grüße an Phillip! Wir passen gut auf die Lisbeth auf und haben sie ganz doll lieb (und dich natürlich auch lieber Phillip).
- Lenya: Liebe Grüße an alle, gleich zweimal nacheinander grüße ich euch (dürft euch geehrt füllen). Hab euch ganz doll lieb (hab die Fotos schon aufgehangen).
- Alena: Ganz liebe Grüße aus Costa Rica an meine Familie! :)
- Hannah: Liebe Grüße an meine Eltern, hab euch ganz dolle lieb und wünsche euch alles Gute. Liebe Leo, freue mich soooo aufs Telefonieren!
Laurens: Liebe Grüße an meine ganze Familie und alle meine Freunde!!!!!!! Hab euch lieb! - Lilly F: Ganz liebe Grüße an meine Alpbacher Girlies!!! Ich wünsch euch ganz viel Spaß und ihr werdet im Snow Park bestimmt wieder super Begegnungen haben
- Mia Di: Liebe Mama, alles Liebe zum Geburtstag! Danke für alles. Ich hab dich sooo lieb denke heute ganz besonders viel an dich. Bis bald, ich drück dich!!