Neu an der Lietz: Lehrerin Nina Tummescheit
Nina kam zum neuen Schuljahr mit ihrem Mann Nino auf die Insel. Seitdem unterrichtet sie Kunst und Sport am Inselinternat. Mit Enthusiasmus und Freude an allem, was sie anpackt, bereichert sie die Lietz-Gemeinschaft.
Von wo hat Dich Dein Weg hierher zu uns auf die Insel geführt?
Ich bin in Nordrhein-Westfalen aufgewachsen, es hat mich aber schon immer an die Nordseeküste gezogen, sodass ich mein Studium in Oldenburg und mein Referendariat in Wittmund absolviert habe. Von dort aus war es ein Katzensprung auf die Insel, die ich aus vielen Urlauben, meinem Freiwilligen Ökologischen Jahr und meinem Praktikum an der Lietz gut kannte und lieben gelernt habe.
Was war Deine Motivation Lehrerin zu werden?
Seit ich klein bin, habe ich gerne anderen Mitschülern und Freunden geholfen, Inhalte erklärt und später Nachhilfe gegeben. Durch viele tolle Vorbilder aus der eigenen Schulzeit, aber auch einige Erlebnisse, die besser gelöst oder im System verbessert werden könnten, habe ich die Motivation gehabt, meinen eigenen Beitrag für das Bildungssystem zu leisten und die Schüler für meine Lieblingsfächer zu motivieren.
Die Lietz als Internat auf einer kleinen Nordseeinsel ist ein nicht ganz so gewöhnlicher Arbeits- und Lebensort. Was hat Dich dazu bewogen, die Herausforderung „Lietz" anzunehmen?
Gerade das Ungewöhnliche der Lietz, ihr Konzept und ihre Leitsätze sind es, die die Schule für mich so reizvoll gemacht haben. Die kleinen Klassen, das gute Verhältnis mit den Schülern und die Möglichkeit, den individuellen Persönlichkeiten gerecht zu werden, waren für mich wichtige Argumente, um an die Lietz zu kommen.
Wie waren Deine ersten Wochen im Internat? Welche Eindrücke hast du gewonnen?
Die ersten Wochen im Internat kann man als überwältigend bezeichnen. Es gibt so viel zu sehen, zu erfahren und zu lernen, dass die Zeit förmlich fliegt. Ich habe viele interessante und beeindruckende Persönlichkeiten kennengelernt, sowohl unter den Schülern als auch unter den Kollegen und Mitarbeitern des Internats. Wichtig war es für mich, nach ereignisreichen Tagen immer wieder bewusst die Ruhe zu suchen, die man am besten in der Natur beispielsweise im Wellenrauschen finden kann.
Hast Du schon einen Lieblingsplatz auf der Insel gefunden?
Die Insel selbst war schon immer mein Lieblingsort, nun einen einzigen Platz zu benennen ist schwierig. Hervorheben kann ich jedoch das Ostende, ein wunderschöner Ort der Ruhe und Entspannung, sowie den Strand am Westende. Früher als Urlauberin war es das Birkenwäldchen im Spätfrühling.