Musikalische Weltreise mit der Blauen Kogge
Die „Blaue Kogge“ segelte am vergangenen Samstag wieder im großen Veranstaltungssaal auf Spiekeroog. Der Musikworkshop des Bremer Musikers, Komponisten und Arrangeurs Peter Dahm ist aus dem kulturellen Leben der Insel nicht wegzudenken.
Für die musikalischen Lietzer ist es traditionell das erste Highlight des Jahres. Eine Woche lang proben sie unter der Leitung des Profis verschiedene Instrumental- und Gesangsstücke, aus denen schließlich ein konzertreifes Programm entsteht.
Neben den Lietzern nehmen auch jedes Jahr wieder zahlreiche Hobby-Musiker aus dem Inseldorf am Workshop teil. Von Violinen, Celli, Harfe und E-Gitarre über Querflöten, Saxophon und Fagotte bis hin zu Trompete, Posaune, Euphonium, Percussion, Klavier, Spinett und Akkordeon waren in diesem Jahr alle Instrumentengruppen im Orchester vertreten.
Bereits in den Wochen vor dessen Beginn hatten sich alle bereits eifrig mit den Noten ihres Instruments für die einzelnen Stücke beschäftigt. Die große Kunst und auch die Herausforderung für das Orchester auf Zeit und dessen Leiter ist es dann, alles in eine Form zu gießen.
Dabei sind es nicht die Perfektion und das einwandfreie Herunterspielen der Stücke unterschiedlicher Genres, die Peter Dahm anstrebt: „Ich möchte, dass ihr aufeinander hört, euch traut, Verantwortung zu übernehmen für den Klang als Ganzes“, motiviert er die Musiker. „Fühlt die Schönheit der Musik, haucht ihr Leben ein durch eure Kreativität und macht sie zu eurer Herzenssache.“
Das umzusetzen verlangt den Teilnehmenden einiges ab. Die intensiven Proben kosten Kraft. Manchmal ist der Frust groß, wenn es nach unzähligen Wiederholungen an einer ganz bestimmten Stelle immer noch knirscht. Aber alle geben ihr Bestes, sind mit unermüdlichem Einsatz bei der Sache, so dass im Laufe dieser Woche aus einer bunt-chaotischen Mischung eine Einheit mit einem klaren Ziel wird: ein unvergessliches Konzert zu spielen, an dem sowohl die Mitwirkenden als auch das Publikum Spaß haben.
Und das ist ihnen auch in diesem Jahr wieder auf eindrucksvolle Weise gelungen. Die musikalische Weltreise in 11 Stücken ging wie im Flug vorbei und hinterließ so manchen Besucher mit dem beglückten Summen eines Stückes auf den Lippen, das ihm besonders im Gedächtnis geblieben war.