Lernen Sie uns kennen!

Beim Tag der offenen Tür am 21. März 2026

 

JETZT Anmelden

 

Insulaner unner sück: Großer Auftritt für die Beathaus-Gilde

Schule und Internat
10.03.2026

Was für ein Spektakel! Das große Insulanertreffen der ostfriesischen Inseln „Insulaner unner sück“ vom 6. bis zum 8. März auf Spiekeroog brachte Menschen zusammen und vielfältige kulturelle Beiträge auf die Bühne in der Dorfsporthalle. Sie alle genossen gemeinsam ein unvergessliches Wochenende auf der Insel.

Der Lietzer Freizeitpädagoge Nils Windoffer und seine Beathaus-Gilde hatten an diesem Wochenende alle Hände voll zu tun. Denn sie waren für die Bewirtung der Veranstaltungsteilnehmer mit Getränken während des abendlichen Programms und auf den After Show Parties zuständig. Für das Schülerteam und seinen Gildenleiter bedeutete das eine echte Herausforderung und einen wahren Kraftakt. Schon im Vorfeld musste vieles geplant und organisiert werden. Für den reibungslosen Ablauf brauchte es zahlreiche helfende Hände, und auch beim anschließenden Aufräumen packten alle kräftig mit an.

Nils Windoffer könnte stolzer nicht sein auf das, was seine Gilde an diesem Wochenende geleistet hat. Alle beteiligten Lietzer haben gezeigt, dass sie Verantwortung übernehmen und sich mit vollem Einsatz dieser Aufgabe widmen konnten, dass auf jeden von ihnen Verlass war und sie als Team perfekt harmonierten.

Erschöpft aber zufrieden blickt Nils zurück auf ein intensives Wochenende und schildert seine Eindrücke im Interview:

Wie war das für euch, ein so großes Event zu planen und zu organisieren?

Ja, „Insulaner unner sück“ (IUS) war für uns eine ganz besondere Aufgabe, unser intern ausgerufenes Champions-League Finale für dieses Schuljahr. Normalerweise stellt das Schlagball-Himmelfahrtsturnier die größte Aufgabe im Schuljahr dar. Dort kommen circa 150 externe Gäste am Samstagabend zum Beathaus auf die Lietz und man kann mit einem Umsatz von circa 2500 Euro rechnen. Bei IUS waren letztendlich 427 Personen von den anderen ostfriesischen Inseln angemeldet, dazu kamen noch Insulaner von Spiekeroog, sodass circa 600 Leute pro Abend mit Getränken von uns versorgt wurden. Zudem haben wir das Beathaus an sich an diesem Wochenende nicht in unseren eigenen Räumlichkeiten gefeiert, sondern wechselten den Standort in das Haus des Gastes, in die Kogge.
 
Die Planungen zum Großevent begannen schon Mitte Dezember 2025 mit einem Planungstreffen, an dem unser Schulleiter Florian Fock, der Inselbote Hartmut Brings und zwei Gastronomen der Insel, Jens Heusipp und Eike Germis, teilnahmen. Hartmut und Florian berichteten über die Geschichte von IUS und schworen uns auf die Veranstaltung ein. Eike und Jens sind selbst Altbürger und zwei ehemalige Mitglieder der Beathaus-Gilde. Die Beathaus-Gilde hat sich nach dem Treffen entschieden, die Veranstaltung an beiden Eventabenden mit Getränken zu bewirten. 
 
Es gab ab Mitte Dezember viel zu organisieren und ich war mit vielen Parteien und Komitees in Kontakt. Es hat Spaß gemacht, sowohl mit Mitgliedern der Beathaus-Gilde als auch mit Kollegen aus dem Dorf zusammenzuarbeiten und so ein besonderes Event auf Spiekeroog zu bespielen.
 
 
Welche besonderen Herausforderungen brachte das mit sich?

Im Vorfeld hatte ich sehr intensiven Kontakt mit Eicke und Jens, die uns gut beraten haben mit welchen Kisten- und Fässerzahlen wir rechnen müssen. Wir haben uns dann Mitte Januar auf eine Getränkekarte festgelegt. An den beiden Abenden haben wir Fassbier, Flaschenbier, Aperol Spritz, Weißweinschorlen, Prosecco und alkoholfreie Flaschengetränke an drei Standorten verkauft. Zeitgleich waren circa sieben Schüler für zweistündige Schicht im Einsatz. Neben dem Getränkecatering übernahmen wir auch den Couponverkauf, da an den Getränkeständen somit nicht gerechnet werden musste. So war es relativ einfach, den Verkauf und die Ausgabe zu vollziehen. 
 
Nachdem wir die Getränkekarte festgelegt hatten, mussten wir fast 1000 Liter Fassbier und 48 Kisten (24x) Bier, (8x) Radler und (16x) Softdrinks sowie zwei Leihtheken mit Fassanschluss auf die Insel bekommen. Wir haben den Aperol Spritz gezapft, auch eine Neuheit für mich. Ich war sehr froh, als die sieben Paletten Ware dann die Insel erreicht haben. 
 
Eine letzte Herausforderung war schließlich noch die Einteilung der Theken. Dadurch, dass die Beathaus-Gilde aktuell 14 Mitglieder hat, brauchten wir noch Unterstützung aus dem Inseldorf und haben es anschließend geschafft ,sehr motivierte Leute in den Thekenplan zu integrieren. Zudem haben sich vier Leute aus der OT-Gilde mit engagiert. Die Erarbeitung des Thekenplans hat herausragend funktioniert und wir hatten ein tolles Team, dessen Spirit uns durch den Aufbau, die beiden Veranstaltungsabende und durch den Abbau getragen haben. Wir haben als Team gut zusammengearbeitet und kommuniziert. Zudem haben sich die Mitglieder der OT- und der Beathaus-Gilde und die mithelfenden Personen aus dem Dorf beim Zusammenarbeiten an diesem Kraftakt besser kennengelernt und so entstand eine tolle Gemeinschaft.

Wie habt ihr als Team die Veranstaltung erlebt?

Aus einem Gesamtteam haben mehrere Kleingruppen der Beathaus-Gilde die Theken bespielt und es haben auch mal Mitglieder zusammengearbeitet, die bisher noch keine Theke zusammen geschmissen haben. 
 
So eine Großveranstaltung schweißt zusammen und ich glaube, alle Mitglieder dieser Gruppe werden noch lange von der Veranstaltung berichten. Ein wahrer Kraftakt, der gemeinsam gemeistert wurde. Wir haben den Champions League Pokal gewonnen! Ich bin sehr stolz auf meine Gilde und sehr beeindruckt, wie sich die Schüler an Absprachen gehalten und wie verlässlich sie gearbeitet wurde.
 
Es war ein richtig tolles Bild, als alle Mitglieder der Beathaus-Gilde mit ihren Team-Polo-Shirts die Theken professionell durchgeführt haben. Jeder hat die Werte des Beathauses herausragend präsentiert. Wir haben viel Lob, Dank und Anerkennung von den Bewohnern der anderen ostfriesischen Inseln bekommen, was mich sehr stolz macht, da 14 Mitglieder der Beathaus-Gilde und vier Mitglieder der OT-Gilde diesen Abend gerockt haben. 
 
Gibt es eine Erfahrung oder ein Erlebnis, das Dich/euch besonders geprägt hat oder im Gedächtnis geblieben ist?
 
Da gab es zwei Erlebnisse. Zum einen ist uns Freitagnacht das Flaschenbier ausgegangen, 23 Kisten wurden verkauft, 24 haben wir kalkuliert. Wir haben uns dann auf der Insel über unseren Bürgermeister Patrick Kösters und Florian Fock umgehört und haben über die starke insulare Gemeinschaft 20 weitere Kisten auftreiben können. Das fand ich irgendwie stark.
 
Der zweite Moment war der Sonntagmorgen um 4 Uhr, als die letzten Schülerinnen und Schüler unserer Heimgemeinschaft, die letzten Insulaner der anderen Inseln und die Spiekerooger gemeinsam auf der Tanzfläche zu Johnny Gluts „Sand in den Schuhen von Spiekeroog“ geschunkelt und getanzt haben. Normalerweise stellt dies das Ende unserer Beathausparties dar, aber dass dies dann auch in der Kogge praktiziert wurde, fand ich sehr schön. Es war für mich ein runder Abschluss der Veranstaltung. Ich bin sehr stolz auf meine Gilden und freue mich nun auf den Alltag und auf das,was ich mit dieser phänomenalen Gruppe erleben darf.
 
Beim Helferfest, am Sonntagmittag waren alle sehr stolz auf das Erreichte und bei Steaks und Getränken wurde noch lange über das Erlebte gesprochen. Ich würde “Insulaner unner sück“ immer wieder mit dieser Gruppe bewirten. Erfahrungen hatte ich als Pädagoge vorher nicht mit einer solchen Veranstaltungsorganisation, es hat jedoch alles herausragend funktioniert, dank der tollen Unterstützung der Gilde. Vielen Dank an alle, die das möglich gemacht haben!