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Die drei Neuen sind da! – Lietzer Tiny Dörp endlich komplett

Schule und Internat
23.01.2026

Das neue Jahr begann für die Lietz-Gemeinschaft mit einem echten Highlight: Die mit Spannung erwarteten drei neuen Tiny-Häuser fanden endlich ihren Weg auf die Insel. Damit ist nun – mit insgesamt acht Häusern das Tiny Dörp (Dörp ist das plattdeutsche Wort für „Dorf“.) auf dem Internatsgelände komplett.

Bei bestem Winterwetter mit blauem Himmel und Sonnenschein brachte die Frachtfähre am Montag, den 19. Januar das letzte Modul und den Schwerlastkran auf die Insel. Die beiden anderen Module waren bereits am Freitag der vorhergehenden Woche verschifft worden und warteten bereits am Hafen.

Auch die drei Neuen wurden in der Halle der Tischlerei Thiemann und Henkel gefertigt. Das eingespielte Team um Tischlermeister Lukas Thiemann ging mit Routine und ganz viel Fingerspitzengefühl ans Werk. Zunächst wurden die Module einzeln auf einen Anhänger geladen und per Unimog über die Insel zum Internatsgelände gebracht.

Dort war erst einmal Geduld gefragt, um das Gespann auf der schmalen Baustraße aus Aluminiumplatten an die richtige Position zu manövrieren. Unimog-Fahrer Werner und Tischler Lukas mussten sich dabei voll und ganz aufeinander verlassen können, damit nicht am Ende der Tross mit seiner tonnenschweren Ladung im weichen Untergrund steckenbleibt.

Während draußen rangiert wurde, drängten sich die Schüler neugierig an den Fenstern der vis à vis gelegenen Klassenräume der Naturwissenschaften. Wenn nebenan Aufbauarbeiten dieser Art stattfinden, ist der Unterricht erst einmal Nebensache.

War das Modul schließlich an der richtigen Position und die Lastschlaufen angebracht, begann für Kranfahrer Uwe die Arbeit. Wie ein Spielzeug hob er es in die Luft, bewegte es mit dem langen Arm seines Krans vorsichtig wie ein rohes Ei. Ein kleiner Schwenk, ein kurzes Vor und Zurück – dann schwebte das Häuschen genau über den vier Punktfundamenten, die fest im Boden verankert sind.

Nachdem die Füße der Tinys fest mit den Fundamenten verschraubt worden waren, ging es an die Anschlüsse für die Wasser- und die Stromversorgung. Bevor die neuen Bewohner ihre neuen vier Wände in Besitz nehmen können, sorgt Hausdame Heidi Eisengarten mit geschickter Hand und liebevoller Gestaltung dafür, dass es in jedem Zimmer richtig wohnlich und gemütlich wird.

Jedes Modul bietet auf seinen 23 Quadratmetern zwei Zimmer und ein kleines Bad. Beheizt wird es mit Strom vom Lietzer Windrad. Jedes Zimmer gibt über sein großes Panoramafenster einen atemberaubenden Blick auf die einzigartige Dünenlandschaft der Nordsee-Insel frei. Ab und zu kommen auch mal Hasen, Rehe, Fasane oder auch die Lietzer Schafe zu Besuch, wenn es diesen auf ihrer Weide zu langweilig wird.

Für die Schüler bedeutet das Wohnen im Tiny-Haus ein Stück mehr Freiheit und Eigenständigkeit. Sie bekommen von der Internatsgemeinschaft das Vertrauen ausgesprochen und tragen Verantwortung für die Organisation ihres Lebens auf kleinem Raum. Ein bisschen wie WG-Leben fühlt es sich an, denn sie sind verantwortlich dafür, das Haus sauber zu halten und waschen auch ihre Wäsche selbst. Darum kümmert sich bei den Bewohnern des Haupthauses das Hausteam.

Die kleine Wohngemeinschaft des Lietzer Tiny Dörps freut sich sehr über den Zuwachs des Wohnraums und damit die Vergrößerung ihrer Mitgliederzahl.