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16. Januar 2023 Hände, Füße und mit was man sonst so redet

¡Pura Vida! (oder sowas)

Wir Schüler*innen sind jetzt seit dem 11. Januar 2023 in Longo Mai bei unseren Gastfamilien und versuchen uns durchzuschlagen. Jede*r gibt sein Bestes und kommuniziert so, wie es ihm möglich ist. Nach den ersten paar Tagen hat sich mittlerweile fast jeder eingelebt und kommt irgendwie klar.

Beim Cacao-Workshop

Beim Cacao-Workshop in Longo Mai © Vici

Rundgang durchs Dorf

Der erste Rundgang durchs Dorf ist Teil des Spanischunterrichts © Vici

Hier sind z.B. unsere ersten Tage bei unserer Gastmama Marta:
Zitat Luna: „Ich bin schon drei Monate weg, wie soll ich wissen, wie man in einer Familie lebt? Ich wohne sonst auf einem Schiff.“

Ja. Also man merkt, dass Luna anfängliche Sorgen hatte, was die Gastfamilien betrifft, aber nach dem ersten Mittagsschlaf, welcher eventuell von 12:30 bis 17:00 Uhr ging, hatten wir die Situation auch wieder im Griff. Es läuft wie am Schnürchen. Wir sitzen brav am Esstisch, sagen die ganze Zeit, dass uns das Essen schmeckt und können sogar sagen, dass wir gut geschlafen haben. Ich finde wir schlagen uns super.

Laura und Kara beim Spanischunterricht

Laura und Kara höchstmotiviert beim Spanischunterricht auf der Terrasse der Lehrerin © Vici

Reich gedeckter Tisch

Wie sagt man auf spanisch, dass es zu viel Essen gibt? © Vici

Titelbild: Die Kommunikation mit den Tieren im Dorf bereitet keine Probleme © Vici

Unsere Gastmama ist vielleicht mit unserem sehr gebrochenen Spanisch am Ende ihres Lateins, aber es funktioniert ja irgendwie. Gestik und Mimik sind unsere wichtigsten Kommunikationswege. Die besten Beispiele dafür sind Regen, Wind oder Dusche. Bei Wind pustet man natürlich einfach in den Raum hinein (Was auch sonst, ich kann nicht verstehen, wieso Luna das lustig findet!) und bei Duschen hebt man halt die Arme und zeigt, wie man sich wäscht. Ganz klar, oder? Und wenn das jetzt alles nicht funktioniert, hat man ja noch seinen Spanisch-Reiseführer, um Wörter nachzuschlagen. Doof, dass man nur nie das Wort findet, welches man sucht.

Luna gibt ein blendendes Beispiel ab: Am ersten Abend hat sie ganze 15 Minuten nach Gesprächsthemen gesucht, keine gefunden und es dann schweren Herzens aufgegeben. Das Einzige, was sie dann noch gesagt hat, war „me gusta“ und hat auf ihr Essen gezeigt. War schon ein kleines bisschen traurig, aber wenigstens hat das Essen geschmeckt. Es gab Reis mit Bohnen und Kochbanane.

Am dritten Tag haben wir es dann auch tatsächlich hingekriegt, unsere Gastmutti zu fragen, ob sie mit uns Schokokuchen backt. Das hat erstaunlicherweise sehr gut funktioniert und am nächsten Tag gings um 8:30 Uhr mit dem Schokokuchen los (Luna war sehr happy, alleine schon, weil es am Abend davor Kochbananen gab).

Das Backen bestand aus dem Erraten der Zutaten und Lachen von unserer Gastmutti, weil wir wie zwei Autos geguckt haben, als sie das Mehl haben wollte (heißt übrigens „harina“, wie wir jetzt wissen). Als der Kuchen dann im Ofen war, fragte unsere Gastmama, ob wir noch „galletas“ machen wollen. Luna und Nanna – beide keine Ahnung was galletas sind – haben die arme Frau schon wieder sehr verwirrt angeschaut, bis wir dann dachten, dass es Muffins wären. 

Luna mit den fertigen Galletas

Luna mit den fertigen Galletas @Nanna

Es waren keine Muffins. Wir haben Haferkekse gemacht. Die sind aber auch lecker. Hat sich gelohnt. Nach dem Abwaschen der Teller hat unsere Gastmutter uns dann die Rezepte diktiert, welche jetzt in einer Mischung aus Deutsch, Englisch und Spanisch auf einem ranzigen Zettel stehen. Dann wurden die Kekse in den Ofen geschoben und Luca kam vorbei. Der Junge hat einfach so warme Kekse und Kuchen bekommen, weil er sich zu uns gesellt hat. Nicht verdient wohlgemerkt. Er war leider einfach zur richtigen Zeit, am richtigen Ort (Es sei ihm gegönnt!).

Unsere Gastmutti hat dann gefragt, ob wir den Kuchen mit zum Mustering nehmen wollen, um diesen mit allen zu teilen. Daraufhin haben alle drei nur ganz heftig den Kopf geschüttelt. Als dann gefragt wurde, ob der Kuchen nur für uns sei, kam nur: „¡Sí, Sí!“ und unsere Gastmama hat sich vor Lachen erstmal nicht eingekriegt. Ob wir ein bisschen vom Teilen traumatisiert sind? Vielleicht. Ob Fressneid hier ganz großgeschrieben wird? Ach nein, Quatsch mit Soße.

Nach diesem erlebnisreichen Vormittag, brauchten wir auch erstmal wieder unseren Mittagsschlaf („siesta“). Der wurde nur leider von Luca unterbrochen, welcher der Meinung ist, dass 2h 30min Schlaf genügen. Sehen wir leider ein bisschen anders. Er durfte dann mit uns zur Pulpería (kleiner Supermarkt hier in Longo Mai) laufen und Eis essen.

im Gemeinschaftshaus

Versammlung im Gemeinschaftshaus – hier folgt Carla T. dem Brauch, am Geburtstag mit verbundenen Augen eine Piñata zu zerschlagen © Vici

Ein Hund bringt Unruhe in die Versammlung

Kleiner Unruhestifter beim Mustering @Nanna

Das war eines unserer lustigsten Ereignisse hier und wir freuen uns, dass mit euch zu teilen. Vielleicht liest man hier heraus, wie verloren wir doch manchmal sind, aber egal. Wir haben Spaß.

Mit freundlichen Grüßen
Luna und Nanna

 

 

 

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Grüße:

  • Nanna: Hallo Familie, ich lebe. Hallo Laramaus, ich vermisse dich ganz dolle und komme nach HSHS zu dir nach Hamburg. Dominik und Jonas: ihr seid die besten Menschen, die es auf der Erdkugel gibt. Meine Welt dreht sich nur um euch.
  • Luna: Ganz liebe Grüße an meine ganze Familie, ich hab euch alle lieb! An Mama und Papa: ich vermisse euch ganz dolle und ich hoffe es ist nicht zu kalt Zuhause. Zudem noch ganz liebe Grüße an Lea, Franka, Jule und Anna-Lena, fühlt euch umarmt!
  • Vici: ¡Saludos y besos a Paloma! Me alegro de que viajemos juntas <3 Und liebste Grüße an meine Familie.