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Sommer-Lerncamp

14. Februar 2023 We are in Cubaaa!!

13.2.2023, 15:36 Uhr
Position: Cienfuegos/Kuba, 22°07.566'N, 80°27.467'W
Windstärke: 1
Wetter: schön warm weiterhin, aber nachts nicht mehr
Stimmung: Alles roger in Kambodscha.


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Hallihallo ihr Lieben,
nach harten zehn Tagen haben wir die Reise nach Kuba auch mal hinter uns und wir können uns auf schöne zwei Wochen Landaufenthalt freuen.
Als ich morgens aus der Galley kam, strahlte mir die Sonne vom Sonnenaufgang schon ins Gesicht. Ich war noch glücklicher, als sich dann auch schon Kuba vor der Gulden Leeuw erstreckte. Drei Stunden später haben wir dann um 9:10 Uhr auch schon den Anchor gedroppt. Da die Leute von der Clearance das Schiff be- und untersuchten, war noch ein kleiner Deepclean angesagt und die Galley hat weiterhin leckeres Essen gekocht. Wir mussten vor dem Mittagessen auch noch alle einmal an Land, um uns einzeln mit unserem Pass vorzustellen. Kaum waren die Tenderfahrten (wer wann mit wem in einem Tender an Land gebracht wird) organisiert, ging es on shore und wir wurden einklariert.

Der momentane Stand der Dinge: Ich habe Anchorwatch mit Emma und Luna, gerade war ein falscher Feueralarm und zwei Watches sitzen auf dem Foredeck und sortieren Kartoffeln, Zwiebeln, Orangen, Äpfel, Knoblauch und und und, aber dazu komme ich jetzt erst:

Die 10 Tage mal zusammengefasst
(es war echt hart, aber wir haben es geschafft!)
Die Vorfreude auf Kuba war riesig, als wir in Panama abgelegt haben, denn hallo?! Kuba!! Nachdem wir dann allerdings aus der Bucht draußen waren und die Wellen sich so langsam anbahnten, war den meisten schon bewusst, worauf sie sich jetzt wieder einließen. Die Ersten flüchteten auf die Breezeways, um auf den Horizont zu schauen, damit sie ihr Essen im Magen behalten. (Kurzer Disclaimer: Die Wellen und der Wind sind von vorne gekommen, weshalb wir weder segeln, noch entspannen konnten.)

Die Seekrankheit nahm exponentiell zu, es wurden Vomex geschluckt, sich Pflaster hinters Ohr geklebt und die Breezeways waren überfüllt. Als wenn die ganzen kotzenden Leute nicht schon genug wären, bahnte sich dann auch schon die nächste Disease an: Magen-Darm. Ja super. Jetzt haben wir auch noch Durchfall an Bord, noch mehr Leute fallen in der Galley und den Watches aus und kotzen auf den Breezeways. Um die „noch gesunden“ Leute zu separieren, wurden dann zwei Toiletten als „Sick People Toilet“ auserwählt. Neben den beiden Krankheiten, war natürlich auch noch das Übliche, wie Hals-, Kopf- und Bauchschmerzen unter uns, teilweise Fieber Krückengänger und Menschen mit aufregend entzündeten Moskitostichen, aber das nur vereinzelt. Jetzt aber erstmal genug von den ganzen Krankheiten.

Während viele die Nacht von Mittwoch auf Donnerstag durchmachten und an ihrem wundervollen Deutschprojekt arbeiteten, das wir am Donnerstag erfolgreich abgaben, ist auf einmal mitten in der Nacht bei einer Safetyround aufgefallen, dass Wasser in unseren Frontstore läuft. Viele haben schon ihr Leben an sich vorbeiziehen sehen, da jetzt das ganze Essen anfängt zu schimmeln und wir alle (Jugendliche, Crew, HSHS-Team) auch die Bäder (Dusche!!) nicht mehr benutzen durften. Zum Glück gabs dann am Mittag eine Entwarnung, das Problem wurde beseitigt und alle konnten wieder duschen gehen.

Zurzeit sind die Stores mit uns nicht so verbündet, da leider unser großer Fridge auf einmal 35 Grad hatte. Richtig, das ist viel viel zu warm für einen Kühlschrank! Also hieß es für uns ALLE Sachen in den Freezer, in die Benches der Breezeways und in die sechs kleinen Kühlschränke der Galley. Jetzt fragt ihr euch vielleicht Freezer? Dann gefrieren doch die ganzen Sachen? Damit genau das nicht passiert, haben wir den Freezer auf 6 Grad erhöht (von -17), um die Lebensmittel wenigstens gekühlt zu halten [Hier auf Kuba soll noch heute ein neuer Fridge geliefert werden!]

Kommen wir zum Deepstore. Gestern hatte ich Galley und wir wollten Brot backen. Das Mehl war allerdings leer, weshalb wir Neues holen mussten. Uns fiel auf, dass da irgendwelche kleinen Tiere krabbeln (keine Maden, da sind wir schon durch). Wir sagten es dann dem Koch und als er eine Mehlpackung öffnete, ist ihm ein kleiner Mehlwurm aus der Packung entgegen gekrochen. Jetzt wisst ihr auch, was diese kleinen Tiere waren: Mehlwürmer.

Während ein paar Leute noch schön in ihren Betten schlummerten, ging es für uns wieder in den Deepstore. Alle alten Mehlsäcke wurden aufs Foredeck in Mülltüten verfrachtet (sie liegen jetzt in den Benches) und ich machte mich unten an die Arbeit. Den ganzen Deepstore einmal staubsaugen. Auf den Regalen, unter den Regalen, auf dem Boden, auf Rohren, wirklich überall. Danke an den Koch an der Stelle, da er für uns die Essenszubereitung übernommen hat! Als dann der Staubsauger seinen Job erledigt hatte, war schon so viel Zeit um, dass ich zur Pantry ging und Essen ausgab.

Während der Prioviantierung in Panama

Wir sortieren Essen auf dem Foredeck – hier noch während der Proviantierung in Panama © Maxi

Proviantierung in Panama

Noch in Panama: Lara und Lilly packen die Bänke voll Müsli © Maxi

Nochmal zu weiter oben im Text, warum gerade zwei Watches auf dem Foredeck Lebensmittel sortieren: Vielleicht habt ihr schon so eine klitzekleine Ahnung, worum es sich handeln könnte? Das Essen schimmelt. Aber das ist noch nicht sooo schlimm, es stinkt nur sehr und wir sind dabei, unser Essen zu retten! Das wars dann zu den Stores.

Ansonsten ist eigentlich nichts weiter passiert, außer, dass bei einem Manöver extrem viel Wind war und wir das Mainsail runterziehen wollten. Dabei waren wir allerdings etwas zu langsam und es ist ein Riss entstanden. Erstmal kein Mainsail mehr für die Gulden Leeuw. Abeeeer keinen Stress, wir haben es bereits wieder ausgetauscht und es wurde auch schon einmal neu gesetzt.

Ich hoffe, ich habe euch keinen Schrecken eingejagt, es ist eigentlich super super toll hier, ich genieße die Zeit so sehr, jetzt wo wir uns schon wieder auf dem Rückweg befinden und will gar nicht weg hier! Die letzten Tage waren wetter- und wellentechnisch auch super entspannt, die letzte Nacht war es sehr kalt, doch es geht allen wieder gut. Magen-Darm hat sich gelegt und die Seekrankheit ist auch wieder weg! Alle freuen sich auf Kuba, es ist ein tolles Programm geplant und wir bezeichnen die letzte Woche als Bonding-Woche, denn das hat uns nochmal viel enger zusammengebracht. Jede:r hat jedem geholfen, denn wir sitzen wortwörtlich im gleichen Boot.

Also dann, ciao, adiós und hasta luego

Lara

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PS.: Weiterhin haben wir – trotz Landgang auf Kuba – Schwierigkeiten mit der Übertragung von Bildern. Wir hatten gehofft hier SIM-Karten kaufen und dann Gigabytes von Fotos hochladen zu können, was uns bis jetzt noch nicht geglückt ist … 

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Grüße:

  • Lara: ich grüße meine family! Mir geht’s gut, ich liebs hier!
  • Freddy: Viele Grüße an meine Familie, genießt die Zeit ohne mich noch ( ist ja nicht mehr lang)
  • Lux: Viele grüße an meine Familie, meine Familie aus Japan und Filip<3
    Johanna: Ganz Liebe Grüße an Pauli <3 hab dich lieb!!!
  • Paul: Liebe Grüße an meine Family, ich hab euch lieb
  • Moritz: Liebe Grüße an meine Mama und meinen Papa. Ich vermisse euch (bisschen)
  • Kiran: Liebe Grüße an meine Familie
  • Ben: Let’s go Kuba! Vielen Dank für die Karte an meinem Geburtstag und liebe Grüße ;-)
  • Vici: Ganz herzliche Grüße an die „Kinder“ der letzten Reise. In Gedanken reist ihr weiterhin mit.