16. August 2023 Welcome to Denmark

Datum:  16. 8.2023; 19:01
Position: 54°50'847'' N 11°40'250'' O
Kurs: Richtung Norden
Bisher zurückgelegte Seemeilen: 27 NM
Wetter: sonnig, ganz leicht bewölkt · Wind: 3 bft aus Nord
Temperatur: T-shirt, kurze Hose, Cap bzw. Sonnencreme
Gesetzte Segel: keine
Geschwindigkeit: 5,4 kt – Wir fahren mit Motor
Stimmung an Bord: gut gelaunt, motiviert
Anzahl Seekranke: keine
 
 
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Heyyy, wir sind es wieder - dieses Mal nicht aus Rostock sondern aus Dänemark!!

Dienstagabend an Deck der DeAlbertha

Dienstagabend an Deck der DeAlbertha © Fritzi

Nach dem erstmaligen Segeln am Montag kamen wir abends im Hafen von Gedser auf der kleinen Insel Falster in Dänemark an. Vor Ort bekamen wir trotz Nachtruhe - die um 22:00 Uhr sein sollte - noch 20 Minuten, um uns mit dem Hafen etwas vertraut zu machen. Wir waren auf der Suche nach Duschen, doch trafen wir auf ein altes Museum. Die Türen gingen überraschenderweise auf und wir gingen rein. Doch leider ging dann plötzlich ein lauter Alarm an und wir sind alle schnell raus gelaufen. Das war ein Schreck! (Wir sind NICHT eingebrochen, die Türen waren offen.) Tatsächlich stellte sich dann doch später heraus, dass es kein Alarm, sondern eine Fähre war - Upsii.

An dem selben Abend begann auch eine sehr wichtige, abendliche Tradition der Jugend auf dem Schiff - ab 22:00 gibt’s schwarzen und Früchtetee in der Messe - so viel zu der Nachtruhe. Es schläft sich einfach besser mit Tee im Magen! Den Schlaf konnten viele auch gut gebrauchen, da wir die Möglichkeit hatten, am Dienstagmorgen, um 6:30 Uhr aufzustehen, um schwimmen zu gehen. Dieses Angebot nutzten auch viele. Es war tatsächlich nicht allzu kalt in der Ostsee. Danach waren alle Beteiligten wach!

Doch kaum nach dem Frühstück kam ein großer Schock: Rosa verletzte ihre beiden Hände an einem Seil, während des Herunterlassens des Klüverbaums. Sie wurde schnell in das nächste Krankenhaus gefahren. Dieses nächste Krankenhaus war aber leider nicht sehr nahegelegen (ca. 20 Autominuten und ca. 180 Schiffsminuten). Wir haben uns deshalb dafür entschieden, sie dort mit dem Schiff abzuholen. Auf der Fahrt zum Krankenhaus wurde neben dem Pokerspielen unserer erstes Halse-Mannöver vollbracht. Zudem haben die fleißigen Bäcker:innen (Jonah, Caspar, Helena und Nathalie) auf dem Weg Rosas Lieblingskuchen gebacken: Butterkuchen mit Mandeln. Der war SEHR lecker! Endlich angekommen haben wir Rosa in Empfang genommen und festgestellt, dass beide ihrer Hände komplett verbunden waren - sie werden aber zum Glück wieder gesund. Rosa hat uns dann erzählt, wie es ihr so ergangen ist im Krankenhaus und auf dem Weg dorthin. Fazit: Rosa ist extremst taff!

Trotz des Schocks, waren wir immer noch entdeckungsfreudig und uns wurde erlaubt in Dreier-Gruppen die Stadt Nykoping zu besichtigen. Der erste Stopp von allen war der Netto vor unserem Schiff. Danach ging es ab in die Altstadt - dort wurde das Spiel gelbes Auto eingeführt, bei dem man alle Beteiligten „auf die Schulter klopfen“ darf, wenn man ein gelbes Auto sieht und als erstes „gelbes Auto“ ruft - und alle waren auf der Suche nach einem Softeisladen (das Softeis soll besonders gut in Dänemark sein). Unsere Erfahrung mit dem Softeis war jetzt nicht die Beste - na gut, wir haben es auch aus einem etwas dubios wirkenden Kellergeschäft gekauft.

Wieder auf dem Schiff haben wir das Spiel Poker, welches am meisten gespielt wird, gespielt. Um den Abend noch schön abzurunden, saßen wir alle auf dem Deck und haben zu Linnéas Gitarrenspiel gesungen und – um es noch schöner zu machen – gab es dazu einen wunderschönen Sonnenuntergang. Und wie vorhin schon gesagt gab es dann ab 22:00 Uhr wieder ein Treffen der „Internationalen Teetrinker“ - das ist der Name der Tradition.

Mittelalter in Dänemark

Ritterturnier im dänischen Mittelalterdorf © Fritzi

Begegnung mit Bewohnern des Mittelalterdorfes

Begegnung mit Bewohnern des Mittelalterdorfes © Fritzi

Am Mittwoch durften wir dann etwas länger schlafen - DANKE!! Wir wurden gegen 8:00 Uhr geweckt, um wieder einmal Schwimmen zu gehen. Danach mussten wir während des Frühstücks leider Rosa verabschieden, die aufgrund ihrer Verletzungen nicht weiter mitfahren konnte. Mittags sind wir dann zu einem Mittelalterdorf gelaufen. Zur Erklärung: die Menschen, die dort leben, entscheiden sich  über den Sommer in mittelalterlichen Verhältnissen zu leben. Das heißt: kein Handy, kein Supermarkt, keine Maschinen und kein Essen bestellen. Krass auf jeden Fall! Dort haben wir uns ein Rittertunier angeschaut und durften selber Bogenschießen. Das hat sehr viel Spaß gemacht. Dann ging es auf dem Rückweg das erste Mal an einem Strand schwimmen - eine schöne Abkühlung. Jetzt sind wir wieder auf dem Schiff und fahren unter Motor zu einem Ankerplatz hinter dem Goldburgsund. Dort müssen wir dann Ankerwache halten - mal schauen wie das wird! Bis zum nächsten mal :)
 
Geschrieben von Adele und Lucie

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Grüße:

  • Von Allen Grüße und gute Besserung an Rosa !!
  • Von Timúr Grüße an Frau Reiß
  • Von Henrik Grüße an alle seine Fans: Viel Spaß meinen Geschwistern in der Schule
  • Von Caro: Ich grüße Mama, Papa, Anni und Schoko.
  • Von Vera Grüße an Mama, Papa und Tess: Ich finde meine Handschuhe nicht.
  • Von Helena Grüße an Ricarda und Dirk
  • Von Jonah Grüße an Familie: Mir gehts gut.
  • Von Adele Grüße an Mama, Papa, Viola und Bonney: Viel Spaß beim Wandern.
  • Von Lucie Grüße an Joni: Bin cooler als du, hihi.