22.09.2020 | Schule und Internat

Neue LernZeit fördert selbstbestimmtes und eigenverantwortliches Lernen auf Lietz!

Hermann Lietz-Schule Spiekeroog – Mit Freude lernen und Potentiale entdecken: Im neuen Schuljahr haben wir erst einmal den gesamten Stundenplan auf den Kopf gestellt. Denn da wurde, nach intensiver, konzeptioneller Vorbereitung, die neue LernZeit eingeführt.  Ganz im reformpädagogischen Sinne wird nun das selbstbestimmte und eigenverantwortliche Lernen der Schüler*innen gefördert und das Lernen dabei deutlich an individuellen Stärken und Schwächen ausgerichtet.

Hausaufgaben adé – ihr werdet abgeschafft!?
Für die Jugendlichen war zunächst die Freude groß, dass es keine verpflichtende Studienzeit mehr gibt und schnell sprach sich in der Schülerschaft das Gerücht herum, dass es gar keine Hausaufgaben mehr geben würde. Das zeigt natürlich deutlich, dass die LernZeit sicherlich – wie alles Neue – zunächst etwas Zeit benötigen wird, sich zu etablieren.

Ziel ist es, alle Schülerinnen und Schüler optimal zu fördern, damit sie ihr individuelles Potential ausschöpfen können. Denn unsere Schüler*innen sollen entsprechend ihrer Fähigkeiten und Fertigkeiten gefördert und gefordert werden, um das Beste in sich zum Vorschein zu bringen. Selbstständigkeit, Eigenverantwortung und das Erleben von Selbstwirksamkeit sind dabei die Grundlagen des Lernprozesses.

Und so funktioniert die LernZeit!
Die neue LernZeit ist fest in den Stundenplan der Schüler*innen sowie in den Tagesablauf des Lietz-Internats integriert. Sie bietet Zeitfenster, die dem individuellen Lernen vorbehalten sind. Jeder Schüler hat mindestens fünf Lernzeiten pro Woche – drei davon á 90 Minuten stehen im Stundenplan. Weitere Lernzeiten – mindestens zwei á 60 Minuten – sind für die Schüler*innen frei planbar. Auch Lernorte und Themen sind frei wählbar. Die Schüler*innen selbst entscheiden, was und wo sie arbeiten möchten.

Dabei erhalten sie – bei Bedarf – Unterstützung von Fachlehrer*innen. Während der Lernzeit ist es den Schülern möglich, die Klassenzimmer, die zu speziell eingerichteten Fachräumen ausgebaut werden als passende Lernumgebung zu nutzen. In den Klassenzimmern begleiten und unterstützen anwesende Fachlehrer*innen. Pro Lernzeit ist ein(e) Lehrer*in aus dem sprachlichen, mathematisch-naturwissenschaftlichen und gesellschaftswissenschaftlichen Bereich im jeweiligen Fachraum anwesend und ansprechbar. Je nach Bedarf können die Schüler*innen alleine oder unterstützt durch den Fachlehrer arbeiten.

Im Unterricht erhalten die Schüler*innen einen Pool aus individuellen Arbeitsaufträgen, die vom Fachlehrer entsprechend Leistungsniveau, Wissensstand und persönlichem Interesse empfohlen werden.  

LernCoaching gibt Struktur im Lernen.
Zu Beginn dieses Schuljahres fand eine ausführliche Auftaktveranstaltung statt, ein vorbereiteter „LernZeit-Planer“ hilft, das individuelle Lernen wöchentlich zu planen und zu strukturiert. Dabei werden die Jugendlichen von ihren Familieneltern unterstützt.

Zweiwöchentlich findet ein Reflexionsgespräch statt. Dabei wird mit Hilfe des LernZeit-Planers auf das Gelernte zurückgeblickt und – unterstützt durch die Familieneltern – formulieren die Schüler*innen ihre Lernziele für die kommenden zwei Wochen.  So erhalten auch die Familieneltern eine umfangreiche Rückmeldung über schulische Baustellen aber auch Fortschritte und positive Eindrücke aus dem Unterricht.

Mit der LernZeit wird die Art und Weise zu Arbeiten und zu Lernen neu gedacht – für unsere Schüler*innen bietet das sehr viel Potential sich positiv weiterzuentwickeln.

LernZeit statt Hausaufgaben an der Lietz


Im Schuljahr 2020/21 wird am Lietz-Internat die LernZeit eingeführt – Hausaufgabe adé?

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