Vom Klassenzimmer in die Arbeitswelt – Schüler*innen der Klassen 9 und 11 absolvierten erfolgreich ihre Betriebspraktika

Schule und Internat
15.03.2022

Die Luft des Berufslebens schnuppern konnten Schüler*innen der Hermann Lietz-Schule Spiekeroog in den letzten beiden Februarwochen dieses Jahres. Nachdem sie 2021 coronabedingt ausfallen mussten, konnten nun endlich wieder für die Klasse 9 Berufspraktika durchgeführt werden. Erstmals ging es auch für Klasse 11 in die verschiedenen Betriebe und Institutionen.

Sowohl bei den Standorten als auch den bei Betätigungsfeldern waren den Praktikant*innen dabei keine Grenzen gesetzt: von Sylt und Föhr über Osnabrück, Celle und Köln bis nach München waren sie über das gesamte Bundesgebiet verteilt. Das Spektrum der Berufsbilder reichte vom Bootsbauer über den Zweiradmechaniker, die Bestatterin, die Forstwirtin, den Metallverarbeiter, den Tischler und die Pferdewirtin hin zur Physiotherapeutin, Ärztin, Apothekerin, Lehrerin, zum Anwalt, IT-Spezialisten und Verwaltungsfachmann.

Die Berufsorientierung spielt im Lehrplan beider Klassenstufen eine wichtige Rolle. In Klasse 9 ist sie ein eigenes zweistündiges Unterrichtsfach und in Klasse 11 ist sie an den Politikunterricht angegliedert.

Fachkundig begleitet wurden die Schüler*innen im vergangenen Herbst auch von Berufsberater Michael Boer von der Bundesagentur für Arbeit Emden-Leer, der zu Besuch ans Inselinternat kam. Sie absolvierten den Berufswahltest „CheckU“ der Bundesagentur und probierten sich anschließend an der Erstellung von Bewerbungsanschreiben und Lebensläufen aus. Auch bei der Auswahl der passenden Praktikumsbetriebe wurden sie von Michael Boer sowie ihren Lehrerinnen Sylvie Heiser und Pauline Kugel tatkräftig unterstützt. „Wir möchten unseren Schüler*innen die unterschiedlichen Perspektiven aufzeigen, die sich ihnen nach ihrem Abitur bieten, sie ermutigen, sich selbst auszuprobieren und ihre Potentiale zu entdecken“, sagt Sylvie Heiser.

Die Praktikant*innen kehrten Anfang März mit unzähligen spannenden Eindrücken im Gepäck zurück an die Schule. Der eine oder die andere kann sich nun durchaus vorstellen, in den entsprechenden Beruf einzusteigen, in den er oder sie für zwei Wochen hineinschnuppern durfte.

Schüler Eric aus Klasse 9 meint: „Anfangs war ich doch sehr skeptisch, ob mein Praktikum als Zweiradmechaniker wirklich das Richtige für mich ist. Aber tatsächlich hatte ich richtig viel Spaß daran und konnte mich super ins Team einbringen.“ Sein Chef sah das übrigens genau so. Er stellte Eric das beste Zeugnis aus, das er bisher für einen Praktikanten geschrieben hatte und hätte ihn auch gerne direkt als Auszubildenden behalten.