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Stockkämpfe, Akrobatik und die Bremer Stadtmusikanten – Inselschüler*innen und Lietzer Nordlichter gestalten vielfältiges Bühnenprogramm

Schule und Internat
17.06.2022

Dem Publikum in der Spiekerooger Inselschule standen am Freitag Staunen und Begeisterung in die Gesichter geschrieben, während ihnen von vielen kleinen Nachwuchskünstler*innen eine Darbietung der Extraklasse präsentiert wurde.

Eine ganze Woche lang hatten die Schüler*innen der Inselschule, zu denen auch die „Nordlichter“, die Fünft- bis Siebtklässler, der Hermann Lietz-Schule Spiekeroog gehören, dafür geprobt, gebastelt, gemalt, trainiert und auch gekocht und gebacken. Am Ende wurde die Mehrzweckhalle der Inselschule zur Theaterbühne, auf der ein wahres Feuerwerk aus Stockkampfdarbietung, Akrobatik und einer Aufführung der Bremer Stadtmusikanten als Kindermusical stattfand.

Sehr viel Geschick zeigten die Stockkämpfer*innen, die das Programm eröffneten. Auch die jüngsten unter ihnen wirbelten gekonnt ihre Stöcke durch die Luft und jede Bewegung saß perfekt. Im Anschluss nahmen die Akrobat*innen das Publikum mit auf eine kleine Reise zu bekannten Sehenswürdigkeiten, indem sie Wahrzeichen verschiedener Städte, wie die Spiekerooger Zeltkirche, den Kölner Dom oder den schiefen Turm von Pisa mit Kletterkunst, Konzentration und Gleichgewicht darstellten. Als letzte Sehenswürdigkeit stapelten sie sich zu den Bremer Stadtmusikanten auf – eine perfekte Überleitung zum Musical, das aus der Feder des Autorenteams Gina Mayer (Text) und Christoph Verhoeven (Musik) stammt.

Die jungen Schauspieler*innen und Sänger*innen hatten das Stück im Laufe des Schuljahres im Rahmen ihrer Musical-AG eingeübt. In den letzten Tagen vor der Premiere konnten sie ihm dann gemeinsam mit der Schauspielerin Claudia C. Schwartz und dem Komponisten und Musiker Shaul Bustan noch den letzten Schliff verleihen.

Vor dem liebevoll selbst gestalteten Bühnenbild schlüpften sie in die Rollen des von seiner Sangeskunst überzeugten Esels, des ängstlichen Hundes, der kratzbürstigen Katze und des völlig verrückten und etwas sehbehinderten Huhnes. Aus deren Zufallsbegegnung entsteht eine Gemeinschaft, in der es zwar anfangs mächtig knarzt, die sich aber im Lauf ihres Marsches in das ferne Bremen zusammenrauft und zu einer echten Freundestruppe wird.

Die Reise der vier endet schließlich nicht in Bremen, sondern in einem Räuberhaus, dessen finstere Bewohner sie mit der wunderbaren Harmonie ihres gemeinsamen Gesangs in die Flucht schlagen. Und wer braucht schon Bremen, wenn er aus der Räuberwohnung ein Tonstudio machen und seine Musikvideos auf YouTube hochladen kann?

Neben den Solist*innen brillierte auch der Chor, dem man den Spaß an der Sache mit jedem Ton anhören konnte. Und auch bei der musikalischen Begleitung mischten die Schüler an E-Bass, Schlagzeug und Percussion kräftig mit. Am Ende wurden alle Beteiligten mit tosendem Applaus belohnt.