15.02.2017 | Schule und Internat

Ein wirklich einzigartiger Brauch: Lietzer Schüler beim Spiekerooger 'Wurstloopen' dabei

Trotz eisiger Temperaturen und kaltem Ostwind fand auch dieses Wochenende wieder das traditionelle jährliche 'Wurstloopen' auf der Nordsee-Insel Spiekeroog statt.

Zehn Nordlichter – Schülerinnen und Schüler der Klasse 5 und 6 des Lietz-Internats – waren am Samstag, den 11. Februar auf der Insel unterwegs, um insgesamt 63 Haushalte zu besuchen.

Das 'Wurstloopen' hat auf Spiekeroog Tradition und geht auf eine historische Legende zurück: Der Walfänger Hank, der im 18. Jahrhundert auf Spiekeroog gelebt haben soll, fuhr 1770 Richtung Grönland. Dort erlitt er Schiffbruch und entkam nur knapp dem Kältetod. Nachdem er nun völlig mittellos nach Spiekeroog zurückgekehrt war, blieb ihm nichts anderes übrig, als die Insulaner gemeinsam mit seiner Braut um Lebensmittel zu bitten.

An dieses 'Wurstloopen' erinnern die Inselschüler traditionell jedes Jahr, indem sie sich als Brautpaar und bärtige Schiffer mit Takelhemd und Elbseglermütze verkleiden. Angekündigt von einem Signalhorn gehen die Kinder von Haus zu Haus, singen ein Lied und sagen einen Reim auf und bitten dabei um milde Gaben für Hank und seine Braut.

Beim 'Wurstloopen' werden heutzutage alle Einwohner von Spiekeroog besucht, die über 65 Jahre alt sind.

Dieses Jahr sammelten die Lietzer-Schüler – neben Wurst und Süßigkeiten – 785 Euro. Die Hälfte dieses Geldes wird einem sozialen Zweck zu Gute kommen und mit der anderen Hälfte, die in die Klassenkasse kommt, werden die Internatsschüler einen gemeinsamen Ausflug unternehmen.

'Nordlichter' der Lietz beim 'Wurstloopen' auf Spiekeroog


Lietzer Schülerinnen und Schüler beim traditionellen Wurstloopen auf Spiekeroog

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