19.03.2021 | Schule und Internat

DFKI Forschungsprojekt - Mit künstlicher Intelligenz gegen Plastikmüll

Ein Schwerpunkt der Hermann Lietz-Schule Spiekeroog ist die aktive Umweltbildung und Umweltforschung, so ist das schuleigene Nationalpark-Haus Wittbülten weit über die Deichgrenzen bekannt. Das ICBM der Uni-Oldenburg und viele weitere Forscher und Studierende besuchen die Insel regelmäßig und führen ihre Studien, Experimente und wissenschaftlichen Arbeiten auf der Insel und im Nationalpark Wattenmeer durch. 

Immer wieder können unsere Schüler*innen so in eine Welt eintauchen, die sie vielleicht nach dem Abitur erwartet – und stellen über den hohen Praxisbezug einen guten und wichtigen Zusammenhang zur Theorie her.  

Ein aktuelles Projekt fasziniert uns dabei sehr: Prof. Dr. Oliver Zielinski vom DFKI (Deutsches Forschungszentrum für künstliche Intelligenz) hat den Schüler*innen der Klasse 11 das Projekt „mit künstlicher Intelligenz gegen Plastikmüll“ vorgestellt.  Fragestellungen wie „Wie funktioniert maschinelles neuronales Lernen?“ oder „Wann wussten Sie, dass Sie Forscher werden wollen?“, wurden gemeinsam erörtert.  

Große Begeisterung löste dann der praktische Feldversuch aus. Mit besonders ausgerüsteten Drohnen haben die Forscher*innen autonom und aus der Luft Meeresmüll detektiert. Unsere Schüler*innen waren hautnah dabei, die Forscher bei der Arbeit zu beobachten und auch selbst eine der Drohnen zu steuern. 

Einen Tag später ist dann eine Schülergruppe mit Swaantje Fock, Leiterin des Nationalpark-Hauses und Prof. Zielinski gezielt losgezogen, um den von der Drohne detektierten Müll aufzusammeln und zu entsorgen. Die Überraschung war groß, denn die Müllansammlung mitten in der Naturschutzzone hätte dort in diesem Umfang keiner so erwartet. Das Ganze wurde von einem Kamerateam begleitet und ist nun in der ZDF Mediathek zu sehen: 

Zusammengefasst kann gesagt werden, dass dieses Projekt und die Kooperation positiv verlaufen ist! Für die Schüler*innen war der direkte Einblick in aktuelle Grundlagenforschung extrem lehrreich. Das Projektergebnis der drohnengestützten Müllauffindung zeigt tolle Ergebnisse! Im Voraus war vollkommen unklar, ob dieser Ansatz in der Praxis überhaupt von Wert ist und dem Naturschutz dienen würde. Nachdem der Müll aufgefunden und dann mithilfe der Schüler*innen entfernt wurde, würden wir das Projektergebnis jetzt als positiv bewerten und zur Weiterführung und Entwicklung von drohnenunterstützter Müllauffindung raten.

 

 

Ein tolles Beispiel einer erfolgreichen Verknüpfung von Forschung, vertreten durch die Universität Oldenburg, schulische Bildung der Hermann Lietz-Schule und dem Naturschutz, hier mit dem Nationalpark-Haus Wittbülten.  

Impressionen vom Forschungsprojekt "Mit KI gegen Plastikmüll"

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